PRESSEMITTEILUNG

Nr. 24 / Donnerstag, 15. Juli 2021

Geologie, Boden
Der schwäbische Lössboden ist Boden des Jahres 2021

Der ertragreichste Boden Bayerns ist ein 10.000 Jahres altes Geschenk der Eiszeit

+++ Bayerns Bodens des Jahres 2021 ist der Löss im schwäbischen Bobingen. Dies gab der Leiter des Geologischen Dienstes am Landesamt für Umwelt (LfU), Roland Eichhorn heute anlässlich der offiziellen Auszeichnung bekannt. Eichhorn: „Löss ist der ertragsreichste Boden Bayerns. Der fruchtbare Boden ist eine Hinterlassenschaft der kalten Winde aus der Eiszeit vor 10.000 Jahren.“ In einer Bobinger Kiesgrube ist der Löss acht Meter dick und mustergültig erschlossen. Die Kiesgrubenbetreiber lassen trotz Kiesgewinnung mehrere Bereiche der steilen Abbauwand unberührt, um diesen einzigartige Lößboden zu erhalten. Der staubig-weiche, dennoch stabile Boden ist ideal für Uferschwalben, die darin ihre Nisthöhlen graben. Im Firmengebäude vor Ort gibt es eine Ausstellung rund um den Löß. Dieses Engagement wurde jetzt gewürdigt mit der Auszeichnung „Offizieller Repräsentant des bayerischen Bodens des Jahres 2021“. +++

Löss kann sehr viel Wasser für die Pflanzen nutzbar speichern – rund 200 Liter in einem Kubikmeter Boden. Sein Gehalt an Tonminerale machen ihn sehr fruchtbar; er ist leicht durchwurzelbar und gut durchlüftet: alles Faktoren, die Pflanzen brauchen. Daher wächst auf Lössböden weltweit schätzungsweise 80 Prozent des Getreides sowie Zuckerrüben und Weinreben.

Die Kür zum Boden des Jahres ist eine gemeinsame Aktion der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft und des Bundesverbandes Boden. Er wird seit 2005 jährlich ausgewählt. 2021 fiel die Wahl auf den Lössboden. Nähere Infos unter http://www.lfu.bayern.de/boden.

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