PRESSEMITTEILUNG

Nr. 25 / Montag, 26. Juni 2017

Natur
Auf der Suche nach Feuersalamander, Heidelibellen und Bläulingen

Fortsetzung der Natur-Inventur im Landkreis Dingolfing-Landau
+++ Die Biotopkartierung mit Fokus auf Pflanzenarten hat in den Jahren 2013 und 2014 mit über 2500 ha an Biotopfläche eine beachtliche Vielfalt an Lebensräumen für den Landkreis Dingolfing-Landau dokumentiert. Im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt untersuchen Experten seit Anfang Juni bei der Naturschutzfachkartierung die Tiergruppen Reptilien, Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und Heuschrecken. "Wir suchen seltene Arten wie den Feuersalamander, die Gefleckte Heidelibelle oder den Himmelblauen Bläuling, um ein möglichst vollständiges Bild über die Natur im Landkreis zu bekommen. Die Erfassung ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit von Naturschutzbehörden, Kommunen, Planungsbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen", betont LfU-Präsident Claus Kumutat in Bezug auf den zweiten Teil der Natur-Inventur. "Ein Vergleich mit vorhandenen Daten ermöglicht Aussagen zur Bestandsentwicklung seltener Arten. Empfehlungen für Fördermaßnahmen bedrohter Arten können so gezielt umgesetzt werden", so Kumutat weiter zur Bedeutung der Naturdaten. +++

Die Geländearbeiten werden von Fachleuten aus Odelzhausen von Frühling bis Herbst durchgeführt und dauern zwei Jahre. Der Freistaat Bayern stellt für die Arbeiten rund 138.000 Euro zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kartierung stehen voraussichtlich im Sommer 2019 zur Verfügung.

Die Naturschutzfachkartierung untersucht eine Auswahl an bedeutenden Lebensräumen für standorttypische Arten sukzessive für alle bayerischen Landkreise und Städte. Die Ergebnisse werden in der zentralen Datenbank der Artenschutzkartierung gespeichert. Das LfU koordiniert die Arbeiten bayernweit und stellt die Ergebnisse für Planungsvorhaben zur Verfügung.

Weitere Informationen im LfU-Internet unter:
https://www.lfu.bayern.de