PRESSEMITTEILUNG

Nr. 22 / Montag, 02. Mai 2016

Ozon
Ab 2. Mai wieder aktuelle Ozoninformationen

Bayerisches Landesamt für Umwelt veröffentlicht Ozonkarten und Ozonberichte im Internet / Derzeit keine erhöhten Werte

+++ Ab dem 2. Mai veröffentlicht das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) wieder aktuelle Ozonkarten und einen Ozonbericht im Internet. Bodennahes Ozon entsteht hauptsächlich bei hochsommerlichen Temperaturen und hoher Sonneneinstrahlung aus dem Sauerstoff der Luft. Vor allem in den Nachmittagsstunden kann die Ozonbelastung ansteigen. Dabei gilt: Wenn die Konzentration über 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft ansteigt, sollten sich empfindliche Personen schonen und sich nicht zu stark sportlich im Freien betätigen. Im Ozonbericht wird am Nachmittag kurz vor 16 Uhr eine Ozonprognose für den Folgetag veröffentlicht. Darüber hinaus enthält der Ozonbericht die Entwicklung des Stundenmittelwertes der vergangenen zwölf Stunden an allen bayerischen Ozonmessstationen. Neben dem Ozonbericht informieren in grafischer Form Ozonkarten über die tagesaktuelle Entwicklung der Ozonwerte. Die Messwerte und Karten werden dabei zwischen 6 Uhr und 21 Uhr stündlich aktualisiert. Informationen über Ozon sind auch über die neue "umweltinfo"-App des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz mobil verfügbar. Derzeit sind die Werte aufgrund des kühlen Schauerwetters niedrig. Aufgrund der aktuellen Wettervorhersage erwarten die LfU-Fachleute auch in den nächsten Tagen keine erhöhten Ozonwerte. +++

Die Ozonwerte stammen von 35 Messstationen des Lufthygienischen Landesüberwachungssystems Bayern (LÜB), wo sie das ganze Jahr über kontinuierlich und vollautomatisch erfasst werden. Bei Überschreitung eines Wertes von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, gemessen als einstündiger Mittelwert, wird die Bevölkerung informiert. Bei empfindlichen Personen können diese Ozonbelastungen zu Reizungen der Schleimhäute führen und Kopfschmerzen, Husten oder tränende Augen verursachen. Der sogenannte Alarmschwellenwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter, bei dessen Überschreitung alle Bevölkerungsgruppen auf Ozon reagieren können, wurde in den letzten Jahren nur im "Jahrhundertsommer" 2003 an drei Tagen überschritten.

Weitere Informationen:


Daten und Prognosen
Täglicher Ozonlagebericht für Bayern mit Prognose:
www.lfu.bayern.de/luft/ozonbericht/index.htm

Aktuelle Ozonmesswerte:
http://inters.bayern.de/luebmw/html/tagesbericht.php

Aktuelle Ozonkarten:
http://www.lfu.bayern.de/luft/fladis/index.htm

Hintergrundinfos: Entstehung von bodennahem Ozon und Abhilfemaßnahmen
Informationen über Ozon:
www.lfu.bayern.de/luft/daten/doc/ozoninfo.pdf

Bodennahes Ozon:
www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_47_bodennahes_ozon.pdf



Faktenkasten Ozon


  • Bodennahes Ozon entsteht bei hochsommerlichen Temperaturen und hoher Sonneneinstrahlung aus dem Sauerstoff der Luft. Eine entscheidende Rolle spielen hierbei flüchtige Kohlenwasserstoffe und Stickstoffoxide, die als sogenannte Vorläufersubstanzen bezeichnet werden. Hauptquellen dieser Vorläufersubstanzen sind der Straßenverkehr, industrielle Feuerungsanlagen und die Anwendung von Lösemitteln.
  • Die Ozonbelastung hat zwei typische Kennzeichen: Sie nimmt im Laufe des Tages zu und erreicht die höchsten Werte in den späten Nachmittagsstunden. Außerdem finden sich die höchsten Belastungen nicht in den verkehrsreichen Zentren der Innenstädte, sondern in Randlagen und Vororten oder in ländlichen Regionen. Ursache sind komplizierte luftchemische Reaktionen bei der Bildung und dem Abbau des Ozons. In jedem Falle aber gilt bei erhöhten Ozonwerten: Jeder nicht gefahrene Auto-Kilometer hilft, das Problem an heißen Sommertagen zu mildern."

Downloads

PDF-Datei zur Pressemitteilung