Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Zwergschwan (Cygnus bewickii)

Rote Liste Bayern:
Rote Liste Deutschland:
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Wintervorkommen: ungünstig/unzureichend
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal des Zwergschwans erstreckt sich in Nordrussland bis zum Ural. -- In Bayern überwintert Cygnus [columbianus] bewickii (Yarell 1830).

Zwergschwäne überwintern unregelmäßig in Bayern auf Seen, Stauseen und größeren Flüssen.

Maximum BY: Im Winter nur einzelne, insgesamt meist unter 20 Ind.

Fundortkarte

Zwergschwan (Cygnus bewickii)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

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Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5832 Lichtenfels
7431 Thierhaupten
8133 Seeshaupt
8134 Königsdorf
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Der Zwergschwan brütet an nordrussischen Tundrengewässern. Seine Rastplätze im Winter sind flache, vegetationsreiche Binnenseen im Tiefland und störungsarme Fließgewässerabschnitte. Zur Nahrungssuche werden besonders nasse Weiden, überschwemmte Wiesen, zunehmend auch Rapsäcker aufgesucht. Tägliche Nahrungsflüge bis zu 15 km sind nicht ungewöhnlich.

Phänologie

Nicht alljährlicher Wintergast und Durchzügler, Langstreckenzieher.

Wanderungen: Durchzügler und Überwinterer von OKT bis APR, mit Maximum im JAN/FEB; lokales Maximum 10 Ind.

Brut: Legebeginn (APR) MAI bis JUN. -- Brutzeit: MAI bis JUL/AUG.

Tagesperiodik: Tag- und nachtaktiv.


Rastzeit-Diagramm
Relative Häufigkeit der Art in Bayern während der Wintermonate.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Lebensraumverlust durch Landschaftsverbrauch und Trockenlegungen. Störungen in Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten. Bestandsreduktion durch Jagd und Verfolgung. Verluste durch Leitungsanflug, zunehmend auch Windkraftanlagen.

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Einrichtung großer störungs- und nutzungsfreier Ruhezonen.

Erhöhung der Wasserstände und Erhalt und Wiederherstellung von Feuchtgrünländern und Auen.

Freileitungsrückbau oder Sicherung von Freileitungen und Seilquerungen.

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