Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Pfeifente (Anas penelope)

Rote Liste Bayern: Ausgestorben oder verschollen
Rote Liste Deutschland: Extrem seltene Arten und Arten mit geografischen Restriktion
Erhaltungszustand Kontinental: In Bezug auf Status Rastvorkommen: günstig
Erhaltungszustand Alpin:

Verbreitung und Bestandssituation

Das Areal der Pfeifente erstreckt sich von Island und Schottland über Skandinavien und die Ostsee bis Kamtschatka. -- In Bayern wird Anas [penelope] penelope (Linnaeus 1758) beobachtet.

Im Fränkischen Weihergebiet wurden Sommerbeobachtungen ab Anfang des 20. Jh. bis in die 1930er Jahre gemeldet. 1984-1991 brüteten jährlich 1-2 Weibchen erfolgreich am Altmühlsee.

Brutbestand BY: 0-2 Paare.

Maximum BY: Um 1.200 Ind. im Herbst.

Fundortkarte

Pfeifente (Anas penelope)

Nachweise ab 1980



Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Fundorte als Tabelle anzeigen

Vorkommen in Bayern

Nachweise ab 1980

TK-Blatt-Nummer TK-Blatt-Name
5526 Bischofsheim a.d.Rhön
5632 Neustadt b.Coburg
5731 Coburg
5831 Seßlach
5832 Lichtenfels
5833 Burgkunstadt
5928 Obertheres
5929 Haßfurt
5931 Ebensfeld
6029 Knetzgau
6031 Bamberg Nord
6139 Falkenberg
6227 Iphofen
6231 Adelsdorf
6330 Uehlfeld
6331 Röttenbach
6437 Hirschau
6528 Marktbergel
6537 Amberg
6540 Oberviechtach
6638 Schwandorf
6830 Gunzenhausen
6831 Spalt
6929 Wassertrüdingen
6930 Heidenheim
6931 Weißenburg i.Bay.
7037 Kelheim
7040 Pfatter
7041 Münster
7135 Kösching
7332 Burgheim Süd
7333 Karlshuld
7341 Dingolfing Ost
7428 Dillingen a.d.Donau West
7626 Ulm-Südost (Neu-Ulm)
7636 Freising Süd
7731 Mering
7732 Mammendorf
7734 Dachau
7736 Ismaning
7830 Schwabmünchen
7831 Egling a.d.Paar
7834 München-Pasing
7835 München
7836 München-Trudering
7840 Kraiburg a.Inn
8038 Rott a.Inn
8043 Laufen
8133 Seeshaupt
8134 Königsdorf
8140 Prien a.Chiemsee
8141 Traunstein
8143 Freilassing
8227 Kempten (Allgäu)
8233 Iffeldorf
8234 Penzberg
8238 Neubeuern
8327 Buchenberg
8427 Immenstadt i.Allgäu
Letzter Daten-Import erfolgte am 3.8.2017.

Lebensraum und Lebensweise

Die Pfeifente ist Brutvogel an vegetationsreichen Seen, in Deutschland nur an der Ostseeküste. Auf dem Zug und im Winter nur in geringen Zahlen im Binnenland, dann an vegetationsreichen Gewässern, auf Grasländern und Äckern.

Phänologie

Brutgast, Durchzügler und Wintergast, Kurzstreckenzieher.

Wanderungen: Durchzug in Bayern im MRZ(APR) und OKT/NOV; Durchzügler und Überwinterer sind nicht klar zu trennen. Vereinzelt werden Pfeifenten auch in den Sommermonaten beobachtet. Wintermaximum BY: 850-900 Ind.

Mauserzeit: Schwingenmauser Ende JUN bis Anfang SEP (Weibchen JUL bis OKT), ca. 4 Wochen flugunfähig.

Brut: Bodenbrüter; Hauptlegeperiode Anfang/Mitte MAI bis Mitte/Ende JUN, flügge Jungvögel ab Mitte JUL. -- Brutzeit: MAI bis JUL.

Tagesperiodik: Tag- und nachtaktiv.


Rastzeit-Diagramm
Relative Häufigkeit der Art in Bayern während der Wintermonate.

Gefährdungen und Beeinträchtigungen

Der Brutbestand der Pfeifente ist in Bayern erloschen.

Verlust oder Entwertung von großen, zusammenhängenden,

störungsarmen Grünlandflächen.

Verlust von Überschwemmungsflächen in den Auenbereichen mittlerer und größerer Fließgewässer.

Störungen an Rast-, Nahrungs- und Schlafplätzen (u. a. durch Freizeitnutzung, Jagdausübung).

Mögliche Vermeidungs-, Minimierungs- und CEF-Maßnahmen

Erhaltung und Entwicklung von feuchtem Dauergrünland und Überschwemmungsflächen.

Erhaltung und Entwicklung von dynamischen Auenbereichen und großflächigen Feuchtgebieten mit einer naturnahen Überflutungsdynamik (v. a. Schaffung von Retentionsflächen).

Einrichtung von Ruhezonen an Rast-, Nahrungs- und Schlafplätzen.

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