Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

NATURA 2000-Managementpläne für FFH- und Vogelschutzgebiete

(Bewirtschaftungspläne nach Art. 6 Abs. 1 FFH-RL)

Gemäß § 32 Abs.3 Satz 3 BNatSchG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 FFH-RL sind für jedes Gebiet die Erhaltungsmaßnahmen zu bestimmen, die notwendig sind, um den ökologischen Erfordernissen der Lebensraumtypen und Arten gerecht zu werden. Von Bedeutung sind die Arten und Lebensraumtypen, die ausschlaggebend für die Aufnahme des Gebietes in das Netz NATURA 2000 waren. Diese Maßnahmen werden in Bayern im Rahmen eines sogenannten Managementplans gemäß der "Gemeinsamen Bekanntmachung zum Schutz des Europäischen Netzes NATURA 2000" vom 04.08.2000 (AllMBl Nr. 16/2000 S. 544-559) ermittelt und festgelegt.

Der dem Staat auferlegte Managementplan ist eine nur für die zuständigen staatlichen Behörden verbindliche naturschutzfachliche Handlungsanleitung, die keine Auswirkung auf die ausgeübte Form der Bewirtschaftung durch private Grundeigentümer hat. Für Grundeigentümer begründet der Managementplan keine Verpflichtungen. Die Grundeigentümer beziehungsweise Nutzungsberechtigten sollen aber für die vorgesehenen Maßnahmen freiwillig und gegen Entgelt gewonnen werden.
Betroffene Grundeigentümer, Gemeinden, Träger öffentlicher Belange und Verbände werden in Form eines "Runden Tischs" frühzeitig an der Erstellung des Managementplans beteiligt, um ihnen Gelegenheit zu geben, Einwände, Anregungen und Vorschläge einzubringen. Damit soll die für eine erfolgreiche Umsetzung unerlässliche Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft der Beteiligten erreicht werden.

Der EU-Kommission ist in sechsjährigen Abständen über die erfolgten Maßnahmen in den FFH- und SPA-Gebieten zu berichten. Deshalb sind Erhaltungszustand der Arten und Lebensraumtypen und Maßnahmen zu dokumentieren.