Fischotter; Foto: Astrid Brillen - piclease

Gebietseigenes Saatgut

Artenreiche Blühflächen bieten Lebensräume für viele Insekten und sind eine Augenweide für den Betrachter. Um die naturraumspezifische Artenvielfalt, die sich über lange Zeiträume entwickelt hat, zu sichern, sollen einheimische, regionaltypische Wildpflanzen gefördert werden, um somit ökologisch wertvolle Lebensräume mit naturraumeigenen Arten zu erhalten oder zu schaffen.

Weniger ist dabei meist Mehr: Viele Flächen lassen sich allein schon durch besseres oder extensiveres Management deutlich optimieren. Oder es entwickelt sich der Artenreichtum von ganz alleine, sogar in der Stadt. Denn beispielsweise auf nährstoffarmen Brachflächen, die vielfach über einen erheblichen Samenvorrat verfügen, können sich ohne viel Zutun allein durch Selbstbegrünung attraktive Blühflächen entwickeln.

Werden Blühflächen angesät, sollte aus fachlicher Sicht auf allen nicht primär der landwirtschaftlichen Nutzung dienenden Flächen gebietseigenes Saatgut zum Einsatz kommen, um einheimische, gebietsheimische Wildpflanzen auf neuen Standorten zu fördern. Das Saatgut muss umso höhere Anforderungen erfüllen, je höher die naturschutzfachliche Bedeutung des von einer Maßnahme betroffenen Landschaftsausschnitts ist.

Die folgenden Unterseiten informieren über Produktion und Inverkehrbringen des Saatguts, Anlage und Management von Blühflächen und Kriterien zur Saatgutauswahl.