Newsletter 02/26 vom 16.02.2026

Februar 2026

 Eine Wasserfledermaus, überzogen mit Tröpfchen von Kondenswasser, hängt an einer Kellerwand.

Art des Monats: Die Wasserfledermaus

Ihren Namen verdankt die Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) ihren bevorzugten Jagdgründen: Sie sucht ihre Beute an Stillgewässern oder langsam fließenden Bächen und Flüssen. Die Wasserfledermaus mit ihren besonderen Ansprüchen an Sommer- und Winterquartiere ist unsere Art des Monats. (Foto: Dr. Simon Ripperger)
Website: Art des Monats


Cover der Broschüre mit einem Foto eines Wollschwebers, der auf Lungenkrautblüten zufliegt.

Neues aus dem BayAZ: Gärtnern für mehr Artenvielfalt

Die neue Broschüre des Projekts gArtenvielfalt vom Bayerischen Artenschutzzentrum (BayAZ) begleitet durch die zehn phänologischen Jahreszeiten und zeigt, wie sich Flora und Fauna im Jahresverlauf entwickeln. Mit praktischen, leicht umsetzbaren Tipps – für mehr Leben im Garten und mehr Raum für Insekten, Vögel und Co.
Broschüre ansehen & kostenlos bestellen: 


Kopf- und Brustbild eines weiblichen Uhus.

Brutvogelatlas ADEBAR: Wer kartieren will, kann sich weiter melden

Mit der Eulenbalz startet 2026 die Saison für den Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR 2). Die bundesweiten Kartierungen gehen in ihr zweites Jahr – und erneut sind ehrenamtliche Ornithologinnen und Ornithologen eingeladen, sich an der Erfassung der heimischen Brutvogelwelt zu beteiligen. Die nachtaktiven Eulen stehen im Februar im Fokus, im März rücken Spechte und die ersten Singvögel in den Mittelpunkt. (Foto Uhu: Stephanie Millonig)


 Schneehase im weißen Winterkleid sitzt auf einem Schneehügel vor einem verschwommenen Hintergrund, vermutlich einem Gebüsch.

Mitmachaktion: Alpenschneehasen in der Fotofalle

Mithilfe von Wildtierkameras macht sich die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt, den Bayerischen Staatsforsten und weiteren Partnern auf die Suche nach dem Alpenschneehasen. Ziel des Projekts ist es, 2028 eine Verbreitungskarte für den Alpenschneehasen in den bayerischen Alpen zu veröffentlichen. Jäger, Förster und andere Akteure werden aufgerufen, Bilder von Wildtierkameras von Schnee- und Feldhasen zur Verfügung zu stellen. (Foto: Deutsche Wildtier Stiftung, imagebroker.com, Stefan Huwiler)
PM: Alpenschneehase im Fokus


Ein Luftbild des ANL-Gebäudes in Laufen.

Die ANL feiert im Juli ihr 50-jähriges Bestehen

Die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) mit Sitz in Laufen an der Salzach feiert ihr 50-jähriges Jubiläum. Unter dem Motto „Wissen, Wandel, Weitblick – Naturschutz gemeinsam gestalten“ blickt Deutschlands erste Naturschutzakademie auf ein halbes Jahrhundert intensiver Bildungs-, Forschungs- und Netzwerkarbeit zurück und richtet den Blick zugleich in die Zukunft. Im Jubiläumsjahr bietet die ANL interessante Veranstaltungen für die Öffentlichkeit an. Am Jubiläumswochenende am 24. und 25. Juli in Laufen können Besucherinnen und Besucher die Vielfalt der Natur mit allen Sinnen erleben. (Foto: Melanie Schuhböck/ANL)


Umweltminister Thorsten Glauber und Wissenschafts- und Kunstminister Blume (Bildmitte) zeichnen die Gewinner des Wettbewerbs Natur im Fokus aus. Die Preisträger stehen in einer Gruppe und zeigen ihre Fotos.

Natur im Fokus: Wettbewerbserfolg mit einem Bild der Wespenspinne 

Wespenspinne, Birkhahn oder Hausrotschwanz - die Siegerbilder des Wettbewerbs "Natur im Fokus" zeigen die unterschiedlichsten Motive. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume zeichnete die besten jugendlichen Fotografen aus, teilgenommen hatten 2025 über 500 Kinder und Jugendliche aus ganz Bayern. (Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)


Eine Gruppe von Menschen, zwei halten einen Bohrstab, stehen auf einer leicht mit Schnee bedeckten Wiese.

BioZ: Artenvielfalt auf ökologisch wertvollen Wiesen wird gestärkt

In den kommenden fünf Jahren soll die Artenvielfalt auf ökologisch wertvollen Wiesen im Hofer Land gestärkt werden. Hierfür haben kürzlich der Landschaftspflegeverband Landkreis und Stadt Hof e.V. (LPV) und die Kreisgruppe Hof des Bund Naturschutz (BN) ein gemeinsames Forschungsprojekt begonnen. Finanziert wird das Projekt "Nährstoffversorgung von besonderen Naturschutzflächen (2025-2030)" durch das Biodiversitätszentrum Rhön der Regierung von Unterfranken. Zum Auftakt trafen sich die beteiligten Biologen sowie Mitarbeitende aus Naturschutz- und Landwirtschaftsbehörden sowie Verbänden in der Huschermühle bei Regnitzlosau, um die Arbeiten des kommenden Projektjahres zu planen. (Foto: LPV Hof)
LPV: Nährstoffversorgung von besonderen Naturschutzflächen


 Große rundliche Felsbrocken liegen auf noch größeren abgerundeten Quadern.

Das "Luisenburg-Felsenlabyrinth Wunsiedel" wird Nationales Naturmonument und Naturschutzgebiet

Seit 1. Februar hat Bayern neben der Weltenburger Enge ein zweites Nationales Naturmonument, das "Luisenburg-Felsenlabyrinth Wunsiedel". Deutschlandweit gibt es jetzt neun Nationale Naturmonumente. Zeitgleich hat die Regierung von Oberfranken die beiden Naturschutzgebiete "Luisenburg" und "Kleines Labyrinth" zum Naturschutzgebiet "Luisenburg-Felsenlabyrinth Wunsiedel" zusammengefasst. 


Regenrückhaltebecken und Renaturierungsprojekte für den Hochwasserschutz

Die Wasserwirtschaftsverwaltung im Freistaat ist für den technischen Hochwasserschutz entlang von Gewässern zuständig, die Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung spielt eine zentrale Rolle beim dezentralen Wasserrückhalt. In den vergangenen elf Jahren hat sie unter anderem 117 Regenrückhaltebecken gefördert. 81 neu angelegte Landschaftsstrukturen ergänzen diese: beispielsweise Hecken oder breite Grünstreifen, die auch dem Naturschutz dienen. Darüber hinaus sind natürliche Retentionsflächen entstanden. Hinzu kommen 51 Renaturierungsprojekte, die den Gewässern wieder mehr Platz geben sowie zwölf Weganhebungen mit gezielter Rückhaltefunktion. Die umgesetzten Projekte sind im Bayernatlas aufgeführt.


Weitere Kurzmeldungen

  • StMUV: Das Bayerische Umweltministerium (StMUV) fördert den Neubau einer Reptilienauffangstation in Neufahrn, Landkreis Freising mit knapp 15 Millionen Euro. PM
  • Max-Planck-Institut: Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie hat in einer neuen Studie aufgezeigt, dass Ameisen, die aus von Luftverschmutzung betroffenen Lebensräumen zurückkehren, bei ihrem Wiedereintritt in die Kolonie angegriffen werden. Die Ursache: Luftverschmutzung, insbesondere Ozon, verändert das koloniespezifische Duftprofil der Tiere. PM
  • JMU: Ein Forschungsteam unter Federführung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hat auf 179 Flächen in Bayern die „biotische Homogenisierung“ bei Insekten untersucht. Diese Studie zur Vereinheitlichung von Lebensgemeinschaften ergab, dass in Bayern Äcker und Siedlungen oft eine höhere Vielfalt aufweisen als das Grünland. PM 
  • Max-Planck-Institut/Uni Kiel: Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Kiel haben experimentelle Belege dafür vorgelegt, dass eine Verringerung der Pflanzenartenvielfalt die chemischen Signale von Pflanzen sowohl in ganzen Gemeinschaften als auch bei einzelnen Pflanzen verändert. Der Verlust der Pflanzenvielfalt hat Auswirkungen auf die von Pflanzengemeinschaften abgegebenen Duftsignale – mit potenziellen Folgen für deren Wechselwirkungen mit anderen Lebewesen. PM
  • IPBES: Der Weltbiodiversitätsrat IPBES hat einen neuen Bericht (Business & Biodiversity Asessment) vorgelegt. Er soll die Wissensgrundlage stärken, um Unternehmen bei der Erreichung der Vision für Biodiversität 2050 sowie der Ziele des Übereinkommens über die biologische Vielfalt zu unterstützen. 
  • BN: Der BUND Naturschutz zieht eine Zwischenbilanz seines Projekts „Eichhörnchen in Bayern“. Seit dem Start der Mitmach-App vor knapp sechs Jahren wurden 91.000 Eichhörnchen in rund 74.000 Meldungen erfasst. PM
  • LBV: In Bayern zählten in der "Stunde der Wintervögel" von 9. bis 11. Januar rund 29.600 Teilnehmende in mehr als 21.300 Gärten und Parks insgesamt 626.600 Vögel. Die Mitmachaktion wird in Bayern vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz organisiert. Die durchschnittliche Vogelzahl pro Garten lag in diesem Jahr wieder leicht unter dem Vorjahreswert, der Langzeittrend zeigt laut Pressemitteilung des LBV,  dass sowohl die Vielfalt als auch die Anzahl der Vögel im Garten abnimmt.

Publikationen

Das Cover der Zeitschrift Lara und Ben zeigt einen Buben und ein Mädchen, versteckt unter einer Bettdecke, die sich aus einem Buch etwas vorlesen.

Kinderzeitschrift Lara & Ben: Was passiert mit unserem Abfall?

Die aktuelle Ausgabe der Kinderzeitschrift „Lara & Ben“ des Bayerischen Umweltministeriums beginnt mit einem geheimnisvollen Zettel, den die beiden Freunde Lara und Ben eines Morgens finden. Darauf stehen Tipps zum Umgang mit Abfall wie "Der beste Abfall ist der, den es nicht gibt" oder "Ist euer Abfall wirklich Abfall?" Schnell ist klar: Das waren die Zipfelmützen-Wichtel! Lara und Ben versuchen herauszufinden, was es mit den Tipps der Wichtel auf sich hat und folgen der Spur unseres Abfalls. Für Kinder zwischen sieben und elf Jahren, mit vielen Rätseln und Anregungen, um selbst aktiv zu werden. Jetzt kostenlos bestellen.
Bestellshop: Lara und Ben - Abfall


Die Ausgabe 48/1 der Zeitschrift Anliegen Natur liegt online und gedruckt vor 

Von der Knautien-Sandbiene als Schirmart für einen funktionierenden Biotopverbund, Neuem zur insektenschonenden Mahd, den erfolgreichen, grenzüberschreitenden Kampf für den Böhmischen Enzian über eine Zukunftsvision der naturnahen Beweidung bis hin zum Baumschutz ohne Baumschutzverordnung - in dem neuen Heft der Zeitschrift Natur finden sich wieder viele naturschutzfachlich spannende Themen.
ANL: Zeitschrift Anliegen Natur


Weitere Publikationen

  • ANL: Im Projekt „Regionale Empfehlungen für bayerische Städte: Heimische Bäume und Sträucher im Klimawandel“ hat die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege Pflanzempfehlungen mit heimischen und ökologisch hochwertigen Gehölzen für bayerische Städte entwickelt. Ein Artikel informiert über die Ergebnisse des Projekts.
  • LfULG: Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat einen Leitfaden "Schutz gebäudebewohnender Fledermäuse und Vögel" zum kostenlosen Herunterladen herausgebracht. Der Leitfaden offenbart praktische Lösungsansätze und vermittelt Standards, wie Artenschutzbelange erfolgreich in Bauvorhaben integriert werden können. Leitfaden

Termine

  • Nationalpark Berchtesgaden: Der Nationalpark Berchtesgaden bietet in einer Winter-Vortragsreihe "Gemeinschaften im Verborgenen" Onlinevorträge an: Am 5. März geht es um die faszinierende Welt der Ameisen. Veranstaltungen
  • Am BMLEH: Das Bundeslandwirtschaftsministerium ruft die Woche vom 13. bis 22. März zur "Aktionswoche torffrei gärtnern!" aus. Wie es ohne Torf funktioniert, dazu informieren auch die Projekte gArtenvielfalt und "Biodiversität und Moorschutz" am Bayerischen Artenschutzzentrum: Torffrei gärtnern
  • Deutschland summt:  Ab 1. April können Wettbewerbsbeiträge für den Pflanzwettbewerb "Wir tun was für Bienen – Deutschland summt!" eingereicht werden. Information und Anmeldung
  • VzSB: Der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) lädt wieder zu einer Online-Vortragsreihe ein, am 4. März sind die Latschen und ihre Gesundheit im Nationalpark Berchtesgaden Thema, am 11. März geht es um Wolfsmanagement und Herdenschutz. Die Vorträge sind im Nachgang teilweise in der Mediathek zu finden: Veranstaltungen

Weitere Medien

  • App: Im Rahmen des Projekts N.A.T.U.R. (Nachhaltiger Artenschutz durch Theorie & Umsetzung im besiedelten Raum) des Bündnisses "Kommunen für biologische Vielfalt" ist die Browser-App "Naturgewinnt - Best Practice vor Ort per Klick" entstanden. Dort können vorbildliche Stadtnatur-Flächen auf einer interaktiven Karte aufgerufen werden und Kommunen und andere Akteure ihre Flächen anmelden. Naturgewinnt-App
  • Quiz-Parcours: Seit diesem Jahr verleiht das Bayerische Umweltministerium kostenlos einen Quiz-Parcours, mit dem sich der ökologische Fußabdruck ganz einfach bestimmen lässt. Das Set eignet sich für Gruppen von Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren. Alle Infos unter: Verleih: Quiz-Parcours zum ökologischen Fußabdruck

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