gArtenvielfalt: Kampagne für Biodiversität in Gärten

Gärten haben heute vielfältige Funktionen: vom Spielgarten für die Kinder, über Grillparadiese, englische Rasenflächen, bunte Ziergärten bis hin zu Selbstversorgergärten oder viel zitierten Schotterwüsten. Die Funktionen sind vielfältig, aber oft nicht die Gärten, denen es an Artenreichtum und naturnahen Strukturen fehlt. Das Bayerische Artenschutzzentrum (BayAZ) hat deshalb die Kampagne gArtenvielfalt gestartet, um Gartenbesitzerinnen und -besitzer dazu anzuregen, mehr Biodiversität in ihre Gärten zu bringen.

Ein Einfamilienhaus ist von einem Schottergarten umgeben, aus dem zwei einzelne Formgehölze ragen. Die karge Optik von Schottergärten spiegelt sich auch in der fehlenden Artenvielfalt wider. Grafik: Josephine Jedicke

Was zeichnet einen naturnahen Garten aus?

Vielfältige Gärten zeichnen sich durch eine Vielzahl an Pflanzen und Gehölzen aus und sind reich an verschiedenen Tierarten (insbesondere Insekten). Außerdem besitzen sie ein Mosaik aus unterschiedlichen Strukturen wie beispielsweise Gehölze, Obstbäume, Wiesen, Staudenpflanzungen und Trockenmauern. Gärtnerinnen und Gärtner naturnaher Gärten schaffen besonders für heimische Wildtiere und -pflanzen gute Lebensbedingungen, um auch im Siedlungsumfeld einen Beitrag zu leisten, den rasanten Artenschwund abzuschwächen.

Gesund und fit werden im naturnahen Garten

Dabei fördern vielfältige Gärten keineswegs nur die Natur vor der Haustür. Bunte Farbenpracht und Vogelgezwitscher tragen zur seelischen Gesundheit bei. Gartenarbeit hält fit und der Anbau und Verzehr alter Obst- und Gemüsesorten fördert die körperliche Fitness.

Die Kampagne gArtenvielfalt

Im Frühjahr 2021 startete das Bayerische Artenschutzzentrum eine bayernweite Kampagne, um die Vielfalt in Gärten und auf Balkonen zu steigern. Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern wird das Projektteam vier Jahre lang:

  • Infomaterialien erarbeiten und veröffentlichen,
  • Aktionen wie Wettbewerbe durchführen (in Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern) sowie
  • Best-practice-Beispiele prämieren und vorstellen.

Informationen werden im Projektverlauf stetig auf dieser Seite veröffentlicht. Einen ersten Einblick in die Kampagnenziele und -inhalte erhalten Sie über den Projektflyer. Sofern Sie Interesse an einer Kooperation haben, wenden Sie sich gerne an Michaela Spindler, oder Josephine Jedicke.