Arbeitsschwerpunkte - Daran arbeiten wir

Das Team des Bayerischen Artenschutzzentrums (BayAZ) beschäftigt sich in verschiedenen Arbeitsschwerpunkten mit der Forschung und Praxis im Artenschutz. Die angelaufenen Vorhaben sind hier alphabetisch aufgelistet:

Abwasseranlagen ökologisch aufwerten

Vor Häusern im Hintergrund ist links ein Teich zu sehen und rechts eine gemähte Böschung. Ein kleiner Teich auf dem Areal einer Abwasseranlage; Foto: Oliver Stöhr, REVITAL

Wie lassen sich Abwasseranlagen ökologisch aufwerten? Dazu entwickelt das Bayerische Artenschutzzentrum gerade ein Handbuch, das demnächst erscheinen wird.

Agrarumweltmaßnahmen und Insekten

Geräte und Gefäße zur Sortierung der Insekten in unterschiedliche Gruppen und Arten stehen auf einem Tisch. Die Insektenproben werden im Labor aufbereitet und es werden Biomasse, Häufigkeiten und Artenzahlen bestimmt; Foto: Katrin Schachtl

Wie wirken sich Fördermaßnahmen wie das Vertragsnaturschutz- oder das Kulturlandschaftsprogramm auf die Insekten aus? Dazu läuft derzeit eine Untersuchung gemeinsam mit der Landesanstalt für Landwirtschaft.

Biodiversität und Moorschutz

Streuwiese mit violett blühenden Orchideen und Mehlprimeln. Streuwiesen auf Niedermoorböden stellen einen der artenreichsten Wiesentypen in Mitteleuropa dar; Foto: Dr. Theresa Lehmair

Die Regionalstelle in Karlshuld arbeitet an der Weiterentwicklung des Moorschutzes in Bayern und bietet fachliche Beratung und Unterstützung im Rahmen ihres Projektes "Biodiversität und Moorschutz" an. Sie fungiert dabei als Kompetenzzentrum zur Klärung grundsätzlicher Fragestellungen im bayerischen Moorschutz mit Schwerpunkt Niedermoorschutz. Im Fokus stehen hierbei die Themen Biodiversität, Hydrologie, Wertschöpfung, Öffentlichkeitsarbeit und Wissenstransfer.

Geobotanische Dauerbeobachtungen werden wieder aufgenommen

Ein Mann untersucht Pflanzen auf einer Bergwiese. Ein Mitarbeiter des BayAZ bestimmt die Pflanzen an einer Beobachtungsstelle für Geobotanik; Foto: Lena Nicklas/BayAZ

Wie sich Pflanzengesellschaften über lange Zeit aufgrund verschiedener Faktoren verändern, wird in den geobotanischen Dauerbeobachtungen seit Beginn der 1990er-Jahre registriert. Die Untersuchungen werden jetzt nach langer Pause fortgeführt und mit modernen Methoden ausgewertet.

Insekten und Blühflächen – Danke für die Blumen!

Ein Pinselkäfer im Profil liegt auf den weißen Blüten einer Schafgarbe. Auf Blühwiesen, wo neben Gräsern auch Kräuter wie hier eine Schafgarbe zu finden sind, fühlen sich Insekten wohl; Foto: Stephanie Millonig/BayAZ

Sind Blühflächen und Blühstreifen immer eine gute Lösung? Welche Maßnahmen wirken effektiv für den Schutz und die Förderung auch von gefährdeten Insekten? Wie und wo lassen sich diese am besten umsetzen? Im Projekt sollen Grundlagen erarbeitet und zusammengestellt werden, um diese und weitere Fragen zu beantworten. Der Fokus liegt darauf, den Anteil blühender Lebensräume in der Landschaft zu erhöhen. Von diesem Nahrungsangebot und Strukturen hängt eine Vielzahl unserer Insekten ab.

Insektenmonitoring

Eine Wildbiene sitzt auf einer rosafarbenen Blüte eines Knöterichs. Mithilfe von Malaisefallen (im rechten Hintergrund) werden die Fluginsekten auf einer Wiese erfasst; Foto: Katrin Schachtl/BayAZ

Der Biotopverbund soll ausgebaut, Gewässerrandstreifen und Blühflächen gefördert und auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln definiert werden. Dies sind alles Maßnahmen, um die Situation der Insekten flächendeckend zu verbessern. Ob und wie die Maßnahmen wirken, soll anhand eines langfristigen bundesweiten Monitorings dokumentiert werden. Die Umsetzung in Bayern erfolgt durch das BayAZ.