Ultrafeine Partikel (UFP)

Ultrafeine Partikel (UFP) haben einen Durchmesser kleiner als 100 nm (1 Nanometer = 1 Millionstel Millimeter). Sie entstehen bei allen Verbrennungsprozessen, werden aber auch in der Atmosphäre aus gasförmigen Vorläufersubstanzen gebildet. UFP kommen in der Luft in unterschiedlicher Konzentration, chemischer Zusammensetzung, Größe und Form vor und sind hoch komplexe und dynamische Gemische.

Für UFP ist die Bestimmung der Anzahl der Teilchen pro Luftvolumen eine geeignete Nachweismethode. Entsprechende Messgeräte zeigen an, wie viele Partikel einer definierten Größe sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Kubikzentimeter Luft befinden.

Die gesundheitliche Wirkung von UFP ist noch nicht ausreichend untersucht. Derzeit gibt es keine gesetzlichen Regelungen für Immissionsgrenzwerte und damit auch keine Beurteilungsgrundlage. Zudem sind noch keine Messverfahren standardisiert.

Um Erfahrungen mit der Messung und über die Herkunft von UFP zu sammeln, führt die Universität Augsburg im Auftrag des LfU und in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München das Forschungsprojekt „Einfluss lokaler Quellen auf die räumliche und zeitliche Verteilung ultrafeiner Partikel“ über drei Jahre (2017-2019) hinweg durch. An sechs Standorten in Augsburg wurden im Kalenderjahr 2017 die Gesamtpartikelanzahlen in Abhängigkeit verschiedener lokal vorherrschender anthropogener Quellen orientierend gemessen. Berücksichtigt wurden Standorte im (vor)städtischen Hintergrund, in Straßennähe, in einem Wohngebiet mit hohem Anteil an Feststofffeuerungen und in einem Industriegebiet. Die gewonnenen Erkenntnisse können anschließend auf vergleichbare Standorte in anderen bayerischen Städten übertragen werden.

Um den Einfluss eines Großflughafens auf die zeitliche und räumliche Verteilung von UFP zu untersuchen, wird ein Forschungsprojekt des Umweltbundesamtes durchgeführt. Ziel ist es, durch Modellrechnungen die Exposition der Bevölkerung in der Umgebung eines Großflughafens zu prognostizieren.