Treibhausgase eindämmen: eine Aufgabe, viele Akteure

Lange Zeit wurde in Wissenschaft und Öffentlichkeit diskutiert, ob menschliches Handeln tatsächlich für den Klimawandel verantwortlich sei. Der fünfte Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) von 2013 lässt daran keinen Zweifel. Die drängende Frage heute lautet daher: Wie können wir den Klimawandel und seine Folgen auf ein Mindestmaß begrenzen?

Mehrere Menschen stehen im Kreis, halten ihre Arme in die Mitte und haben ihre Hände aufeinandergelegt. Aufnahme aus der Froschperspektive.Bild vergrössern Viele Akteure sind notwendig, um den Ausstoß von Treibhausgasen einzudämmen; Foto: © Gajus - Fotolia.com

Auch darin sind sich die Fachleute einig: Die globale Erwärmung lässt sich nur aufhalten, wenn der Ausstoß an Treibhausgasen , insbesondere von Kohlendioxid, drastisch reduziert wird – und zwar sofort und weltweit.

Diese Erkenntnisse in verbindliche Beschlüsse umzusetzen, ist jedoch ein schwieriger Weg. Unterschiedliche politische und wirtschaftliche Interessen prallen aufeinander, sowohl innerhalb einzelner Länder als auch zwischen verschiedenen Staaten. Doch der Klimawandel lässt sich nicht vertagen. Und Klimaschutz spielt sich auch nicht allein auf der politischen Bühne ab. Denn unser Handeln im Alltag beeinflusst den Ausstoß von Treibhausgasen: Jede und jeder Einzelne kann also dazu beitragen, klimaschädliche Emissionen einzudämmen.

Nichtstun ist teurer als Handeln

Der Klimawandel wirkt sich auf fast alle Lebensbereiche aus und damit auch auf die Wirtschaft. In Bayern drohen Ernteausfälle durch Dürre und andere Wetterextreme. Schneelose Winter würden starke Verluste für den Skitourismus bedeuten. Auch das Vermeiden und Beseitigen von Klimaschäden, etwa durch Hochwasser, kostet Geld.

Zu den möglichen Folgen des Klimawandels auf die Wirtschaft gibt es verschiedene wissenschaftliche Modellrechnungen und Szenarien. Eine der bekanntesten Studien ist der sogenannte Stern-Report, den der ehemalige Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern 2006 veröffentlichte. Sein Fazit lautete: Die Kosten, die durch die Folgen eines ungebremsten Klimawandels entstehen, übersteigen die Kosten für den Klimaschutz bei Weitem. Und: Je früher entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, desto geringer fallen die Kosten aus.

Stern wies außerdem darauf hin, dass mehr Energieeffizienz teure Energieimporte spart und Investitionen in klimafreundliche Technologien neue Märkte und Arbeitsplätze schaffen. Die Bekämpfung des Klimawandels kostet also nicht nur Geld, sie fördert langfristig auch das Wirtschaftswachstum.