Erdwärmesonden

Erdwärmesonden

Skizze eines Hauses mit Erdwärmesonde, die neben dem Haus im Boden installiert ist. Schema zur Verwendung einer Erdwärmesonde

Erdwärmesonden sind Wärmetauscher im Untergrund. Sie bestehen aus vertikalen oder schrägen Bohrungen, in die
U-förmig Kunststoffrohre eingebracht werden. Durch die Kunststoffrohre zirkuliert ein Wärmeträgermittel (Sole oder Wasser) das die Wärmeenergie aus dem Untergrund aufnimmt und zur Wärmepumpe im Haus bringt. Dargestellt sind die bisher im Bayerischen Bodeninformationssystem erfassten Erdwärmesonden. In den Kurzinformationen zu den Erdwärmesonden wird aufgeführt, ob Schichtdaten, Angaben zum Grundwasser oder Gesteinsproben vorhanden sind.

Nutzungsmöglichkeiten Erdwärmesonden

Bayernkarte mit farblicher Markierung wo Erdwärmesonden voraussichtlich genutzt werden können. Bayernkarte Nutzungsmöglichkeiten

Die Darstellung der Nutzungsmöglichkeiten der oberflächennahen Erdwärme mittels Erdwärmesonden wird in drei Klassen dargestellt. Es werden Regionen aufgezeigt, in denen der Bau von Erdwärmesonden nach derzeitigem Kenntnisstand möglich ist, Regionen in denen der Bau voraussichtlich nicht möglich ist und Regionen in denen der Bau einer Einzelfallprüfung durch die Fachbehörde bedarf. Kriterien für die jeweilige Einstufung sind die wasserwirtschaftlichen Beurteilungskriterien, die im Leitfaden Erdwärmesonden in Bayern dargestellt sind.

Geothermisches Potential bis 100m Tiefe

Bayernkarte mit farblicher Markierung des Verteilung des geothermischen Potenzials. Bayernkarte Geothermisches Potenzial bis 100m Tiefe

Die genaue Kenntnis der geologischen und hydrogeologischen Standortverhältnisse erlaubt eine optimierte Dimensionierung von Erdwärmesondenanlagen. Ein bedeutender Parameter ist hierbei die Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K), die das geothermische Potential maßgeblich wiederspiegelt. Die am Standort voraussichtlich zu erwartenden mittleren Wärmeleitfähigkeitswerte für ungesättigte Bedingungen sind den geothermischen Potentialkarten zu entnehmen Die Darstellung erfolgt für die Tiefenbereiche von
0–20m, 0–40m, 0–60m, 0-80m und 0-100m. Der Wertebereich beginnt bei geringem Potential (< 1,0 W/m·K) und reicht bis zum höchsten Potential (> 3,0 W/m·K).

Gesteinsausbildung bis 100m Tiefe

Bayernkarte mit farblicher Markierung zur Verteilung der verschiedenen Gesteinsarten. Bayernkarte Gesteinsausbildung bis 100m Tiefe

In der Themenkarte "Standorteignung für oberflächennahe Geothermie" werden die geologischen und hydrogeologischen Informationen zu den geothermischen Systemen (Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren und Grundwasser-Wärmepumpen) gebündelt. Sie gibt an, welche Systeme am gewählten Standort nach derzeitigem Kenntnisstand genutzt werden können.

Bohrrisiken bis 100m Tiefe

Bayernkarte mir farblicher Darstellung in welchen Bereichen Bohrrisiken bestehen können. Bayernkarte Bohrrisiken bis 100m Tiefe

Der erfolgreiche Bau und Betrieb von Erdwärmesondenanlagen hängt stark von der fachgerechten Ausführung der Bohrungen und dem Einbau der Erdwärmesonden ab. Insbesondere bei der Durchführung der Bohrungen müssen eventuell vorliegende geogene Risiken (artesisch gespannte Grundwasserverhältnisse, Karstgesteine oder Sulfatvorkommen) beachtet werden. In der Karte wird auf geotechnisch kritische Bereiche bis zu einer Tiefe von 100m hingewiesen.

Tektonische Störungen

Kartenausschnitt mit markierung von tektonischen Störungen. Tektonische Störungen

Tektonische Störungen sind Bereiche, in denen geologische Einheiten gegeneinander versetzt wurden. Die Gesteine erfuhren dort eine starke Beanspruchung und können dadurch geotechnisch problematische Eigenschaften aufweisen. Der Bau und Betrieb von Erdwärmesonden im Bereich von Störungen kann daher unerwartete Schwierigkeiten mit sich bringen. Auf Standorte in der Nähe von bekannten Störungen wird deshalb hingewiesen.