Bodenschutzrelevante Materialien auf Wurfscheibenschießanlagen

Schrote

Im Forst niedergegangene Bleischrote, die sich im Übergangsbereich von Nadelstreu zu Mineralboden angesammelt habenBild vergrössern Bleischrote im Boden

In der Vergangenheit wurden auf Wurfscheibenschießanlagen nahezu ausschließlich Bleischrote verwendet. Neben dem Hauptbestandteil Blei (> 95%) enthalten diese auch die Legierungszusätze Antimon und Arsen (zwischen 2 - 3%). Je nach Betriebsdauer und –intensität können sich durch die abgelagerten Schrote erhebliche Schadstoffmengen ansammeln/angesammelt haben.

Mittlerweile kommen insbesondere auf kleineren, vorwiegend jagdlich genutzten Schießständen auch Eisenschrote zum Einsatz. Dies bestehen i.d.R. zu 97 - 99 % aus Eisen. Weitere Legierungsbestandteile sind zumeist Chrom, Kupfer, Nickel, Zink und Molybdän. Bodenschutzrechtlich ist die Anreicherung von Eisen im Boden nicht relevant.

Wurfscheiben

Wurfscheibenreste im Oberboden einer GrünlandflächeBild vergrössern Wurfscheibenreste im Boden

Bis in die 1990er Jahre wurden zur Herstellung der Wurfscheiben Steinkohle- oder Erdölpech als Bindemittel verwendet. Diese "alten" Wurfscheiben enthalten deshalb sehr hohe Gehalte an Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Auf Wurfscheibenschießanlagen, die bereits vor Mitte der 1990er Jahre betrieben wurden, können sich durch die abgelagerten Wurfscheiben(reste) erhebliche Mengen an PAK im Boden angesammelt haben.