Poren

Böden sind von Poren durchzogen, die Flüssigkeiten und Gase transportieren. Meistens sind die Poren mit Sickerwasser, Bodenlösung oder Luft gefüllt. Welches Porensystem sich entwickelt, hängt stark von der Bodenmatrix ab.

Bodenmatrix. Wasser. Luft.

Bodenmatrix nennen Bodenkundlerinnen und Bodenkundler die festen Bestandteile der mineralischen und organischen Bodensubstanz.

Deren Zusammensetzung bestimmt, wie viel Wasser und Luft der Boden potenziell aufnehmen könnte. Wie viel der Boden aktuell aufgenommen hat, hängt von Vegetation, Witterung und hydrologischen Verhältnissen an einem Standort ab.

Wo und wie bewegt sich Wasser?

Wasser ist an fast allen Prozessen der Bodenbildung beteiligt. Darum untersuchen Bodenkundlerinnen und Bodenkundler, wo und wie sich Wasser in Böden bewegt. Zum Beispiel ist Wasser in den weiten und engen Grobporen (≥ 0,01 Millimeter) frei beweglich. In den weiten versickert Wasser besonders schnell. Dagegen bleibt Wasser in den engen Grobporen länger für Pflanzen verfügbar.

Die Bindung zwischen Wasser und Bodenmatrix nimmt von den Mittelporen (≥ 0,0002 bis < 0,01 Millimeter) bis zu den Feinporen (< 0,0002 Millimeter) stark zu. In den Feinporen ist das Wasser nicht mehr für Pflanzen verfügbar (Totwasser).

Wasser- und Lufthaushalt von Böden

Bodenkundlerinnen und Bodenkundler beschreiben den Wasser- und Lufthaushalt von Böden meistens mit drei Kennwerten:

  • Die Luftkapazität (LK) ist ein Maß für die Versorgung der Pflanzenwurzeln mit Sauerstoff und gibt den Luftgehalt eines Bodens bei Feldkapazität an.
    LK = weite Grobporen
  • Als Feldkapazität (FK) wird die gesamte Wassermenge bezeichnet, die ein Boden maximal gegen die Schwerkraft halten kann.
    FK = enge Grobporen + Mittelporen + Feinporen
  • Nur das Wasser der Nutzbaren Feldkapazität (nFK) ist bei Feldkapazität für Pflanzen verfügbar. In den Feinporen ist das Wasser nicht mehr für Pflanzen verfügbar (Totwasser).
    nFK = enge Grobporen + Mittelporen

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