Korngrößen

Grob oder fein? Bodenkundlerinnen und Bodenkundler bestimmen dafür die Korngrößen der mineralischen Bodensubstanz. Grobboden (oder Skelett) besteht zum Beispiel aus Kiesen oder Steinen ≥ 2 Millimeter. Sand, Schluff und Ton sind < 2 Millimeter und gehören zum Feinboden.

Korngröße in Fraktionen

Bodenkundlerinnen und Bodenkundler unterteilen die Korngrößen weiter in Fraktionen wie Grobkies, Feinsand oder Mittelschluff.

Bodenarten

Meistens sind die Korngrößen in Böden gemischt. Mit der Bodenart geben Bodenkundlerinnen und Bodenkundler an, aus welchen Korngrößen der Feinboden besteht.

Sandkörner von 0,063 bis 2mm Durchmesser Sand (≥ 0,063 bis < 2,0 Millimeter)
Ton mit einer Körnung von kleiner als 0,002mm Durchmesser Ton (< 0,002 Millimeter)

Korngrößen machen Chemie

Auf den Einzelkörnern der mineralischen Bodensubstanz finden viele chemische Reaktionen statt. Denn: die Oberfläche der Einzelkörner ist über die Poren der Böden mit dem Wasser- und Lufthaushalt verbunden. In einer definierten Menge Boden ist die innere, reaktive Oberfläche umso größer, je feiner die Korngrößen sind.

Korngrößen geben Eigenschaften

Schema: Bodeneigenschaften sind stärker oder schwächer ausgeprägt, wenn sich der Ton- oder Sandgehalt ändert. Erläuterung im Text unten. Korngrößen geben Eigenschaften von Böden vor

Wie stark sind die Eigenschaften von Böden ausgeprägt? Das Schema vergleicht dazu Böden mit hohem Tongehalt und Sandgehalt. Zum Beispiel sind sandige Böden besser durchlüftet sind als tonige. Denn: Sand ist gröber als Ton und bildet mehr Grobporen. Dafür halten tonigere Böden Wasser länger und verfügen über mehr Nährstoffe für Pflanzen.