Kooperationspartner und Vorläuferprojekte

Kooperationspartner

Im Rahmen von PureAlps kooperieren mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt folgenden Partner:

  • Umweltbundesamt Deutschland
  • Umweltbundesamt Österreich
  • Helmholtz-Zentrum München
  • Umweltforschungsstation Schneefernerhaus mit dem Virtuellen Alpenobservatorium
  • Universität Bozen, Fakultät für Naturwissenschaften und Technik
  • Universität Bayreuth – Abteilung Mikrometeorologie
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ - Department Zelltoxikologie

Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus als mehrstöckiges Gebäude in der verschneiten Südflanke des ZugspitzgipfelsBild vergrössern Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) ist einer der Kooperationspartner bei PureAlps

Mit den Umweltbundesämtern Deutschland und Österreich werden die gewonnenen Daten ausgetauscht und für die Weiterentwicklung der internationalen Chemikalien-Gesetzgebung und die Optimierung von Monitoring-Programmen verwertet. Zudem werden mit dem österreichischem Umweltbundesamt gemeinsam Probenahmeverfahren entwickelt und Synergien in der Analytik genutzt.

Das Helmholtz-Zentrum München steuert Messgeräte, Messverfahren und Spurenanalytik bei.

Die Umweltforschungsstation bietet die Infrastruktur für die Messgeräte und ermöglicht eine Einbindung der gewonnen Daten in die internationale Datenbank AlpEnDAC.

Bromierte Flammschutzmittel und PFC werden weltweit zum ersten Mal in Bienen gemessen. PureAlps vergleicht Standorte in Bayern und in Südtirol in Zusammenarbeit mit Bienen-Experten der Universität Bozen.

Zusammen mit der Universität Bayreuth – Abteilung Mikrometeorologie wird untersucht, in wie weit eine Beprobung auf Schadstoffe in Abhängigkeit von der atmosphärischen Mischungsschicht erfolgen kann. Dadurch könnte die Belastung von bodennahen, regionalen Luftmassen unterschieden werden von der Belastung globaler Luftmassen.

Mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ werden neue Verfahren zur Bestimmung der Giftwirkung von Dioxinen und Dioxin-ähnlichen Verbindungen untersucht. Dazu steuert PureAlps Proben von Gämsen bei.

Weitere Partner im Projekt

Lokale Partner steuern für PureAlps Expertenwissen und Proben aus dem Wettersteingebiet bei:

  • Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, Untere Naturschutzbehörde
  • Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Regionalgruppe Garmisch-Partenkirchen/ Weilheim-Schongau
  • Bienenzuchtverein Werdenfels e.V.
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Weilheim
  • Kreisfischereiverein Garmisch-Partenkirchen e.V.
  • Koppelfischerei Garmisch-Partenkirchen e.V.
  • Umweltbundesamt, Global-Atmospheric-Watch-Station Zugspitze
  • Kraftwerk Farchant, A. Poettinger & Co KG
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU), Garmisch-Partenkirchen
  • Bayerische Staatsforsten, Forstbetrieb Oberammergau

Beteiligte im Bayerischen Landesamt für Umwelt

  • Referat 12: Kommunikation, internationale Zusammenarbeit
  • Referat 54: Fisch- und Gewässerökologie
  • Referat 55: Arten- und Lebensraumschutz, Vogelschutzwarte
  • Referat 72: Schwermetallanalytik
  • Referat 74: Organische Analytik
  • Referat 73: Aquatische Toxikologie, Pathologie
  • Referat 75: Spezielle Analytik für Umweltüberwachung
  • Referat 76: Stoff- und Chemikalienbewertung

Vorläuferprojekte

PureAlps baut auf einer Reihe von erfolgreichen Vorläuferprojekten auf. Beginnend im Jahr 2003 wurde anfangs im Rahmen des EU Programms MONARPOP (2003-2007) und später mit den Projekten POPAlp und EMPOP (Abschluss 2014) der atmosphärische Eintrag von persistenten organischen Schadstoffen (POP, persistent organic pollutants) in die bayerischen Alpen ermittelt.

Die Vorläuferprojekte zeigten, dass trotz großer Entfernung zu verschiedenen Emissionsquellen und geringer Luftkonzentrationen der Eintrag von POP durch atmosphärische Deposition verhältnismäßig hoch ist. Der zugrundeliegende Effekt ist das sogenannte „cold trapping“ , bei dem sich Substanzen bevorzugt in kalter Umgebung aus der Gasphase abscheiden.