1,4-Dioxan

1,4-Dioxan wird aufgrund seiner sowohl fett- als auch wasserlöslichen Eigenschaften als vielseitiges Lösungsmittel bei der Produktion von Klebstoffen, Abbeizmitteln, Farbstoffen, Entfettern, Gewebereinigern, Papier und Elektronik verwendet. Weiter entsteht es aber auch als sehr stabiles Nebenprodukt bei einigen chemischen Produktionsprozessen, wie z.B. durch Dimerisierung von Ethylenglykol bei der Synthese bestimmter Polyester oder von Ethylenoxid bei der Synthese nichtionischer Tenside auf Ethoxylatbasis. Deshalb kann es in Spuren auch in Alltagsprodukten wie Flüssigwaschmitteln und Flüssigseifen enthalten sein. 1,4-Dioxan ist nicht mit der Gruppe der hochtoxischen, sogenannten "Dioxine" zu verwechseln.

Untersuchungen zur Verbreitung von 1,4-Dioxan im Wasserkreislauf liegen bisher vorwiegend aus den Einzugsgebieten von unterem Main, Rhein und Oder vor.

Zur empfindlichen Analytik von 1,4-Dioxan in Wasserproben ist ein aufwändiges Spezialverfahren (EPA 522) erforderlich, das in Deutschland bisher nur in sehr wenigen Forschungslaboren etabliert ist.

Das LfU hat mittlerweile ein eigenes, schnelles Verfahren zur analytischen Bestimmung von 1,4-Dioxan entwickelt. 1,4-Dioxan wird nun zu einem Bestandteil des bayernweiten Umweltmonitorings durch das LfU.

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