Organisation

Die gemäß Artikel 3 Absatz 2 Wasserrahmenrichtlinie zuständige Stelle für die Bewirtschaftungsplanung für die Gewässer in Bayern ist das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Unmittelbar beteiligt am Prozess der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie sind darüber hinaus sämtliche staatlichen Stellen der bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung (Bayerisches Landesamt für Umwelt, Regierungen, Wasserwirtschaftsämter) sowie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Eingebunden sind auch die Ressorts der Bayerischen Staatsministerien des Innern (StMI), für Wissenschaft, Forschung und Kunst (StMWFK), für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (StMWIVT). Mit zahlreichen Partnern (staatliche und kommunale Einrichtungen, Verbände, Hochschulen etc.) innerhalb Bayerns, der Bundesrepublik Deutschland (insbesondere der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser – LAWA) und der Europäischen Gemeinschaft wird zusammengearbeitet. Mit den direkten Nachbarländern und -staaten werden die Planungen und Maßnahmen in und an Gewässern, insbesondere im Grenzbereich, koordiniert und abgestimmt.

Zur nationalen und internationalen Koordinierung und Abstimmung der Bewirtschaftung der Gewässer für den deutschen Teil des Einzugsgebiets der Elbe und das Einzugsgebiet der Weser wurden Flussgebietsgemeinschaften (FGG Elbe, FGG Weser) ins Leben gerufen, deren Mitglieder die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, sowie alle im jeweiligen Einzugsgebiet liegenden Bundesländer sind. Bei der Wahrnehmung wasserwirtschaftlicher Aufgaben in und an den Flüssen Elbe und Weser arbeiten dort die Länder und der Bund insbesondere in Fragen des Gewässerschutzes, der Gewässerökologie und des Hochwasserrisikomanagements zusammen. Eine wichtige Aufgabe der Flussgebietsgemeinschaften ist die Aufstellung von gemeinsamen Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen.

Für die internationalen Flussgebiete Donau, Elbe und Rhein existieren internationale Kommissionen zur staatenübergreifenden Koordinierung. Der Freistaat Bayern leistet eigene Beiträge zu deren Arbeit.