Schutzgebiete und wasserabhängige Landökosysteme

Auenvegetation am Schwabinger Bach Bild vergrössern Auenvegetation am Schwabinger Bach

Auen sind ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen. In die Wasserrahmenrichtlinie sind auch Schutzgebiete einbezogen, die entweder dem Schutz der Gewässer selbst dienen oder wasserabhängige Lebensräume und Arten erhalten.

Dies sind:

  • die national ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebiete und
  • Schutzgebiete nach europäischem Recht. Für Bayern sind hier zu nennen: die FFH- und Vogelschutzgebiete (Natura 2000-Gebiete), Fischgewässer und Erholungsgewässer (Badegewässer).

Für Schutzgebiete sollen die Mitgliedsstaaten Verzeichnisse erstellen und regelmäßig aktualisieren (Artikel 6 der WRRL). Neuausweisungen und Erweiterungen sind nicht gefordert. Es geht zunächst darum, bestehende Schutzgebiete zu erfassen und ihren Wasserhaushalt zu überwachen, damit die Schutzziele der Gebiete erreicht werden können. Von den 745 gemeldeten Natura 2000-Gebieten (FFH- und Vogelschutzgebieten) in Bayern sind 580 wasserabhängig, das heißt sie beherbergen wasserabhängige Lebensraumtypen oder wasserabhängige Tier- und Pflanzenarten. Die Maßnahmenprogrammedokumentieren Synergien hydromorphologischer Maßnahmen mit den Zielen von Natura 2000-Gebieten.

Neben den Beurteilungen auf der Basis von Erhebungen zur Menge und zur chemischen Qualität des Grundwassers sind bei der Ermittlung des Zustand der Grundwasserkörper auch Auswirkungen des Grundwassers auf grundwasserabhängige Landökosysteme (GWÖS) zu berücksichtigen. GWÖS können grundsätzlich mengenmäßige und chemische Belastungen von Grundwasserkörpern anzeigen.