Ein fairer Preis für Wasserdienstleistungen

Ein wesentlicher Aspekt der Wasserrahmenrichtlinie ist die integrierte Betrachtung ökonomischer Prinzipien und Instrumente bei der Bewirtschaftungsplanung. Damit kann gezielt eine nachhaltige und umweltgerechte Wassernutzung gefördert werden.

Wasserkammer eines Trinkwasserhochbehälters Wasserkammer eines Trinkwasserhochbehälters

Wasser ist laut Wasserrahmenrichtlinie "keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss". Die ökologischen und die ökonomischen Regelungen der Richtlinie hängen unmittelbar zusammen. Dies zeigt der Grundsatz der Kostendeckung. Die Wasserrahmenrichtlinie schreibt bis 2010 für Wasserdienstleistungen (Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung) vor, dass die Wassergebührenpolitik angemessene Anreize für die Benutzer darstellt, Wasserressourcen effizient zu nutzen, und somit zu den Umweltzielen der WRRL beiträgt. Es ist dafür zu sorgen, dass die verschiedenen Wassernutzer – insbesondere Industrie, Privathaushalte und Landwirtschaft – entsprechend dem Verursacherprinzip einen angemessenen Beitrag zur Kostendeckung leisten.

Auf diese Weise will man über einen kostendeckenden Wasserpreis dem Problem begrenzter Wasserressourcen in vielen europäischen Staaten begegnen und damit gleichzeitig ökologische Probleme lösen, zum Beispiel den Mindestabfluss in Gewässern verbessern und grundwasserabhängige Vegetation schützen.

In Bayern kann man in der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung von einem hohen Grad der Kostendeckung ausgehen. Dies gilt für die betriebswirtschaftlichen Kosten, aber auch für die Umwelt- und Ressourcenkosten. In der Abwasserbeseitigung werden kostendeckende Preise durch die Abwasserabgaben erzielt.