Hochwasserlängsschnitte

Bemessungshochwasser werden häufig für Flussquerschnitte gefordert, für die keine oder nicht ausreichende Pegelbeobachtungen vorliegen. Um die an Pegelstellen gewonnenen Informationen auf Flussabschnitte ohne Beobachtung zu übertragen, werden Hochwasserlängsschnitte und Hochwasserspendendiagramme der einzelnen Flussgebiete erarbeitet.

Zeichnung mit Darstellung des Hauptflusses und Lage seiner Nebenflüsse. Bild vergrößern Hochwasserlängsschnitt der Paar

Hochwasserlängsschnitt der Paar (Ausschnitt), Pegel und Zuflüsse sind entsprechend ihrer Lage am Hauptfluss (Flusskilometer) eingetragen, bei Hochwasser der Paar tritt zwischen den Pegeln Mering und Paar Wasser in das Lechgebiet über.

Abflusslängsschnitte dienen in erster Linie zur Schätzung von mittleren Abflüssen bzw. Hochwassern vorgegebener Jährlichkeiten an einem Flusslauf über die Lage am Fluss zwischen den einzelnen Pegeln. Im Hochwasserlängsschnitt werden die mittleren Hochwasserabflüsse und die Hochwasser unterschiedlicher Jährlichkeit HQ(T) über dem Flusslauf (Flusskilometer) eingetragen. Grundlage ist die Berechnung der HQ(T) unter Heranziehung von jährlichen Serien und Verteilungsfunktionen.