Aufgaben des Betreibers

Eigenüberwachung

Erstellen des Jahresberichts für die Abwasserbehandlungsanlage, gemeindliches Kanalnetz und Entlastungsanlagen

Die Eigenüberwachungspflichtigen, d.h. Betreiber von Abwasseranlagen, die erlaubnispflichtig in Gewässer oder nach § 58 WHG genehmigungspflichtig in Sammelkanalisationen einleiten, sowie Betreiber von Sammelkanalisationen einschließlich zugehöriger Sonderbauwerke haben gemäß Eigenüberwachungsverordnung vom 20.9.1995 (EÜV) die Untersuchungen im Kalenderjahr zusammenzufassen und auszuwerten (Jahresbericht). In Anhang 2, erster Teil Nr. 1.5 (biologische Abwasseranlagen) sowie zweiter Teil Nr. 1.6 (industriell/gewerbliche Abwasseranlagen) der EÜV sind die Angaben vorgegeben, die der Jahresbericht mindestens enthalten soll.

Der Jahresbericht ist eine Zusammenfassung und übersichtliche Darstellung der Eigenüberwachungsdaten über ein Kalenderjahr. Er dient dem Betreiber als wesentliche Grundlage für Schlussfolgerungen zum weiteren Betrieb, ggf. auch Sanierung der Abwasseranlagen, und als eine Grundlage für die Abwassergebührenberechnung.

Der Jahresbericht ist dem Wasserwirtschaftsamt (WWA) bis spätestens 01.03. des folgenden Jahres vorzulegen.

Die Vorlage erfolgt mittels des webbasierten Datenverbund Abwasser Bayern (DABay), in dem der Betreiber seine Jahresberichtsdaten direkt erfassen kann. Somit wird ein schneller Zugriff des PSW und des WWA möglich. Der Inhalt für Abwasserbehandlungsanlagen, Sammelkanalisationen und Entlastungsanlagen ergibt sich aus den Vorgaben in DABay. Die bisher in Papierform bzw. als elektronische Datei vorgelegten Jahresberichte gehören damit der Vergangenheit an bzw. sind als Übergangslösung ein Auslaufmodell.

Mitwirkung bei der amtlichen Überwachung

Der Betreiber, Klärmeister oder die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit unterweist das Überwachungspersonal des WWA bzw. den beauftragten PSW ausreichend und angemessen über Gefährdungssituationen auf der Abwasserbehandlungsanlage sowie über erforderliche Schutzmaßnahmen. Er macht den PSW z.B. im Rahmen der ersten Überwachung auf Gefahrenstellen in der Anlage aufmerksam und bespricht das vorschriftsmäßige Verhalten.

Das WWA bzw. der PSW meldet sich i.d.R. maximal einen Tag vorher an. Der Betreiber ist gehalten, den Zugang zur Abwasseranlage und zur Abwassereinleitungsstelle am Gewässer für den angekündigten Termin zu gewährleisten. Bei der Überwachung durch den PSW bzw. WWA sollte grundsätzlich Betriebspersonal anwesend sein.

Um Fehlern vorzubeugen, wäre es sinnvoll, die Probenahmestelle nach Einleitungsbescheid/-genehmigung im Ablauf der Kläranlage durch den Betreiber zu kennzeichnen.

Ist für den PSW eine Ausnahmegenehmigung für die Benutzung der Zufahrt zur Kläranlage notwendig, wird diese vom WWA bei der zuständigen KVB beantragt.

Weiterführende Informationen

Links zu anderen Angeboten