Wasserspeicher

Gemäß einer Erhebung des ehemaligen Bayerischen Landesamtes für Wasserwirtschaft (nun LfU) aus dem Jahr 1996 werden in Bayern mehr als 2.400 Wasserspeicher (BRD etwa 10.000 (DVGW 1996)) mit einem Gesamtvolumen von über 2,5 Mio. m3 (BRD: rund 13,4 Mio. m3 (BGW 1995)) für die Trinkwasserversorgung genutzt. Hier spiegelt sich die kleinräumige Versorgungsstruktur Bayerns wieder, da rund 60% der Wasserkammern der bayerischen Trinkwasserspeicher ein Volumen von bis zu 500 m3 haben.

Wie die folgende Abbildung veranschaulicht, dominieren in Bayern erdüberdeckte und teilweise eingeerdete Wasserspeicher. Freistehende Behälter und Wassertürme sind von untergeordneter Bedeutung.

Kuchendiagramm (Stand 1996): Erdüberdeckt 82%, Teilweise Erdüberdeckt 15%, Wasserturm 2%, Ebenerdig freistehend 1%. Bild vergrößern Ausführung bayer. Trinkwasserspeicher in %

Als Baustoff für die Wasserkammern diente hauptsächlich Beton. Bei ca. 84%der Wasserkammern bestehen Wände und Sohle aus bewehrtem Beton, ca. sieben Prozent der Wasserkammern bestehen aus unbewehrtem Beton. Spannbeton wurde in circa drei Prozent der Fälle verwendet. Stahlwerkstoffe und Mauerwerk sind als Behälterbaustoff von nur untergeordneter Bedeutung.

Bei den Materialien für die Wasserkammeroberflächen (Oberfläche der Behälterinnenseite) dominieren ebenfalls zementgebundene Ausführungen.

Balkendiagramm (Stand 1996): Volumen (m³) und Anzahl; 0 bis 250: 1530 Behälter; 251 bis 500 m³: 1250 Behälter; 501 bis 1000 m³: 920 Behälter; 1001 bis 2000 m³: 520 Behälter; 2001 bis 5000 m³: 280 Behälter; 5001 bis 10000 m³: 80 Behälter; 10001 bis 20000 m³: 40 Behälter. Bild vergrößern Anzahl Wasserkammern in Bayern nach Volumen