- Startseite >>
- Wasser >>
- Trinkwasser von Quelle zum Verbraucher >>
- Trinkwassergewinnung >>
- Oberflächenwasser
Oberflächenwasser
Oberflächenwasser, angereichertes Grundwasser
Oberflächenwasser oder Uferfiltrat werden dort zur Trinkwasserversorgung genutzt, wo nicht ausreichend echtes Grundwasser für die Wasserversorgung zur Verfügung steht. Für die Wasserversorgung Bayerns wurden 2010 rund 22,9 Mio. m3 Oberflächenwasser und 3,1 Mio. m3 angereichertes Grundwasser für die Trinkwassernutzung gewonnen.
Als Oberflächenwasser wird Wasser bezeichnet, das einem stehenden oder fließenden oberirdischen Gewässer entnommen wird. Man unterscheidet in der Wasserversorgung drei Arten von Oberflächenwasser.
- Talsperrenwasser
- Seenwasser und
- Flusswasser
Talsperrenwasser
Talsperrenwasser wird über Entnahmetürme aus den tieferen Regionen eines Stausees entnommen (möglichst unterhalb von 30 m unter mittlerem Wasserspiegel). In Bayern werden nur die Talsperren Frauenau und Mauthaus für die Trinkwasserersorgung betrieben.
Seenwasser
Ähnlich wie bei den Talsperren verhält es sich bei der Entnahme von Seenwasser. Die Stadtwerke Lindau gewinnen ihr Wasser aus dem Bodensee. Die Entnahme erfolgt in einer Tiefe von ca. 60 m.
Flusswasser
Flusswasser wird über Einlaufbauwerke oder Teiche entnommen, die senkrecht zur Gewässerachse angeordnet werden.
Angereichertes Grundwasser
Anreicherung von Grundwasser bedeutet:
- dass man Oberflächenwasser gewinnt,
- in einigen Fällen einer ersten Aufbereitungsstufe (Vorreinigung) zuführt,
- anschließend über Schluckbrunnen in das Grundwasser einbringt
und somit die nutzbare Grundwassermenge vermehrt. Nach einer kurzen Bodenpassage wird das versickerte Wasser erneut gewonnen, aufbereitet und in das Versorgungsnetz abgegeben.
Diese Art der Gewinnung bietet gegenüber der direkten Oberflächenwasserentnahme den Vorteil, dass die Wassertemperatur während der Bodenpassage sinkt, und somit ein qualitativ höherwertiges Wasser an die Verbraucher abgegeben werden kann.
