Messprogramme

An den Quellen im Landesgrundwasserdienst-quantitativ wird die Quelltemperatur wöchentlich gemessen. Eine kontinuierliche Messung der Quelltemperatur ist nur bei Sonderuntersuchungen veranlasst.

Generell muss bei der Temperaturmessung aufgrund der sogenannten Ansprechzeit darauf geachtet werden, dass das Thermometer zunächst ca. 3 Minuten in das Quellwasser eingetaucht wird, da sonst die Messwerte verfälscht werden können.
Im Sommer oder im Winter benötigen die Messgeräte eine gewisse Zeit, bis die sich Eigentemperatur des Messgerätes an das Quellwasser anpasst.

Bei gefassten Quellen wird die Quelltemperatur unmittelbar am Quellaustritt ermittelt. Ferner findet die Grundwasserrichtlinie, Teil 3 - Grundwasserbeschaffenheit Anwendung.

An nicht gefassten natürlichen Quellen mit starker Schüttung wird die Messung der Quelltemperatur nach den Regeln durchgeführt, die bei oberirdischen Gewässern angewendet werden (siehe Merkblatt 2.3/3). Danach sollte ein Schöpfthermometer - soweit möglich - etwas 50cm tief eingetaucht werden und wenigstens 5 Minuten unter Wasser bleiben.

Die Messstellenkarte Bayern gibt die Lage der Quellen wieder, die in das Messprogramm einbezogen wurden.

Anmerkung:
Neben dem Landesnetz Quelltemperatur wird auch an 66 Quellen des Landesmessnetzes Beschaffenheit u.a. die Quelltemperatur gemessen. Ferner ist vorgesehen, die Quelltemperatur an weiteren, nicht gefassten natürlichen Quellen im Rahmen des Aktionsprogramms Quellen zu erheben.

Darüber hinaus wird die Temperatur an Fließgewässern an 68 Messstellen in täglichem bzw. kontinuierlichem Messturnus in dem Landesmessnetz Wassertemperatur an Fließgewässern beobachtet. Diese Temperaturwerte sind aber i.d.R. durch Sonneneinstrahlungen und z.T. Einleitungen in das Gewässer beeinflusst und können daher sehr eingeschränkt mit der Quelltemperatur verglichen werden.