Wasserwirtschaftliche Anpassung

Auf den Wandel vorbereitet sein

Die Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen ist ein fortwährender Prozess. Die rechtzeitige Vorbereitung auf zukünftige direkte und indirekte Folgen des Klimawandels stellt dabei eine große Herausforderung dar. Denn derzeit sind die Aussagen zur zukünftigen Entwicklung wasserwirtschaftlich relevanter Größen wie Abflüsse, Grundwasserneubildung, Gewässerchemie und -Biologie oder Gewässertemperaturen nur im Rahmen einer großen Unsicherheitsspanne möglich.

Aus diesem Grund müssen robuste, aber flexible Anpassungsstrategien entwickelt werden, die nicht nur hydrologische, sondern auch politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Umweltverträglichkeit spielen dabei ebenso eine große Rolle wie Unsicherheiten und auch Wechselwirkungen zwischen Klimaschutz und –anpassung. Der Bereich Wasserwirtschaft enthält zahlreiche Verknüpfungen zu anderen Handlungsfeldern wie Land- und Forstwirtschaft, Raumordnung, Energie, Naturschutz oder Städtebau. Die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Praktikern und Entscheidungsträgern ist für eine sinnvolle, umsetzbare Strategie ("no-regret-strategy") unumgänglich. Den Anpassungsstrategien in den hier genannten, nicht rein wasserwirtschaftlichen, Handlungsfeldern widmet das LfU eine eigene Seite.

Bayerische Klimaanpassungsstrategie

Deckblatt der Broschüre zur BayKLAS Auszug Deckblatt der Broschüre zur BayKLAS

Die Bayerische Klimaanpassungsstrategie (BayKLAS) aus dem Jahr 2009 ist ein politisches Strategiepapier, das einen Maßnahmenkatalog aufzeigt, um die klimasensitiven und verwundbaren Bereiche in Wirtschaft, Gesellschaft, Infrastruktur und Natur Bayerns bis 2020 bestmöglich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Bedeutung von Wasser - Handlungsziele

Mit der BayKLAS unterstreicht die bayerische Staatsregierung die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage und formuliert folgende Handlungsziele:

  • Erhalt und weitere Verbesserung des Hochwasserschutzes in den drei Handlungsfeldern natürlicher Rückhalt, technischer Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge
  • Sichern der Wasserressourcen nach Menge und Qualität und Erhalt der Versorgungssicherheit für Trink- und Brauchwasser
  • Erhalt der Entsorgungssicherheit bei der Abwasserentsorgung (Niederschlagswasser, Abwasser)
  • Berücksichtigen des Einflusses des Klimawandels auf Wasserqualität und -menge bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und im Gewässergütemanagement
  • Frühzeitiges Aufdecken nachteiliger Entwicklungen von Wasserqualität und -menge insbesondere bei verstärktem Anbau nachwachsender Rohstoffe und intensiver Nutzung der Geothermie