EU-Life-Projekt FloodScan

Projekttitel

FloodScan - "Anpassung und Entwicklung neuer standardisierter Technologien für schnelle, präzise und kosteneffiziente hydrodynamische Modellierung von Hochwassergefahren durch die Kombination von Laserscanning- und Fernerkundungsdaten".

Union Jack

Projekt FloodScan

"Large scale adjustment of new technology for fast, precise and cost-efficient hydraulic 2d-modelling of flood (hazard) areas by combining laser scanning with remote sensing data"

Kurzbeschreibung und Zielsetzung

Logo des Projektes FloodScan Bild vergrössern Logo des Projektes FloodScan

Das Projekt FloodScan (Laufzeit Juli 2006 – Dezember 2009) befasste sich primär mit der Optimierung der hydraulischen Modellierung von Hochwassergefahren. Dabei wurden mit der Verwendung von Laserscanning- und anderen Fernerkundungsdaten neue Technologien genutzt, um großflächig den Einsatz der 2D-Modellierung zur Ermittlung von Hochwassergefahrenflächen zu ermöglichen.

Die Entwicklung eines Werkzeuges zur Anpassung der hochauflösenden Laserscan-Daten, erlaubt es, sehr genaue Geländemodelle als Eingangsgröße in der hydraulischen Modellierung zu verwenden, was zu einer höheren Genauigkeit der Berechnungsergebnisse führt. Durch die Nutzung der Laserscan- und Fernerkundungstechnologie können außerdem die Kosten pro Flusskilometer für die hydraulische Modellierung gesenkt werden. Damit lassen sich die Hochwassergefahren an den bayerischen Gewässern in Zukunft effizienter ermitteln.

Ziel des Projektes war außerdem die Entwicklung von geeigneten Darstellungen der Hochwassergefahren in Informationsinstrumenten wie Hochwassergefahren- und -risikokarten oder dem Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete (IÜG). Dabei wurde viel Wert auf die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gelegt, und in Workshops die Wirkung verschiedener Informationsinstrumente evaluiert.

Durch die Vorarbeiten des Projekts wurden wesentliche Grundlagen für die Erarbeitung und Gestaltung von Hochwassergefahren- und -risikokarten in Bayern gelegt, welche im Zuge des Hochwasserrisikomanagements bis Ende 2013 erarbeitet werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes war die Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung der Bevölkerung in Sachen Hochwasservorsorge. Dabei wurden öffentlichkeitswirksame Ausstellungen und Kommunikationsmittel konzipiert und evaluiert.

Wichtige Arbeitspakete und Aktivitäten:

  • Optimierung der Aufbereitung und Ausdünnung von Digitalen Geländemodellen (DGM) aus Laserscanning
  • Einführung eines effizienten Verfahrens zur Klassifikation der Bodenbedeckung zur Ermittlung von Geländerauheiten für die hydraulische Modellierung
  • Erstellung von hydraulischen 2D-Modellen zur Ermittlung von Hochwassergefahrenflächen unter verschiedenen naturräumlichen Gegebenheiten (Untersuchungsgebiete siehe Karte)
  • Sensitivitätsanalyse für Eingangsdaten der hydraulischen Modellierung
  • Evaluierung von Hochwasserinformationsinstrumenten (Karten, Internet-Kartendienste, Informationstafeln etc.)
  • Neukonzeption von Hochwassergefahrenkarten und des IÜG
  • Entwicklung einer informativen Hochwasser-Telefonzelle und Durchführung eines Land-Art Projektes
Bayernkarte mit Untersuchungsgebieten Bild vergrössern Untersuchungsgebiete für die Hydraulische Modellierung

Projektleitung

Dr. Dieter Rieger, LfU - Referat 69

Projektpartner

Organisationsstruktur Bild vergrössern Projektpartner und Arbeitsgruppen im Projekt FloodScan

Kosten und Förderung

FloodScan wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Programms "LIFE" gefördert.

  • Gesamtvolumen des Projektes: 2.748.000 €
  • EU-Förderung: 1.303.000 €