Hochwasserkatastrophe 1954

Das extreme Hochwasser im Juli 1954 entstand wie ein typisches Sommerhochwasser an den Alpenflüssen durch langanhaltenden Niederschlag, bedingt durch eine Vb-Wetterlage. Etwa 70-90 Stunden fiel ohne größere Pausen Niederschlag auf Böden, die bereits durch eine vorangegangene Regenperiode ab dem 27. Juni gesättigt waren. Insgesamt wurden dabei ca. 150.000ha Land überschwemmt, davon allein 57.888ha in Niederbayern, 51.286ha in Oberbayern und 38.535ha in der Oberpfalz. Besonders betroffen von dem Hochwasser waren die Donau, der Inn und die Ilz.

Hochwasserschäden in Pfarrkirchen nach dem Hochwasser 1954. Die Färbungen an den Häusern zeigt, dass das Wasser bis etwa zur Hälfe der Erdgeschossfenster stand.Bild vergrössern Hochwasserschäden in Pfarrkirchen im Juli 1954

Die Überschwemmungen forderten insgesamt 12 Todesopfer und über 9.000 Menschen mussten evakuiert werden. Insgesamt verursachte die Hochwasserkatastrophe wirtschaftliche Schäden von fast 120 Mio.DM (ca. 60 Mio.€). Besonders in der Landwirtschaft (ca. 38 Mio.DM), an Straßen, Brücken etc. (12 Mio.DM), in Industrie und Gewerbe (ca. 10 Mio.DM) und an Gebäuden und baulichen Anlagen (9 Mio.DM) entstanden enorme Schäden.