Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Flächenhafte Stoffeinträge

Der diffuse, flächenhafte Eintrag von Stoffen in Gewässer kann aus der Luft (atmosphärische Deposition) oder terrestrisch (z.B. durch Düngerausbringung) stattfinden. Wie stark die Gewässer in einem Einzugsgebiet belastet werden, hängt neben der Höhe der stofflichen Belastung von der Filterwirkung des schützenden Bodens und seiner Anfälligkeit für Erosion ab. Während in Wäldern stoffliche Belastungen aus der Luft dominieren, sind auf landwirtschaftlichen Nutzflächen im Zuge der Bewirtschaftung ausgebrachte Stoffe besonders zu beachten.

Im Grundwasser sind vor allem diffuse Einträge von Stickstoffverbindungen (v.a. Nitrat) und Pflanzenschutzmitteln festzustellen. Aufgrund von Nitrateinträgen wurden auch in der Bestandsaufnahme nach Wasserrahmenrichtlinie mehrere Grundwasserkörper so eingestuft, dass das Erreichen eines guten, chemischen Grundwasserzustands z. Zt. als unwahrscheinlich angesehen wird.

Ein Traktor bringt Flüssigdünger auf eine Wiese aus. Flächenhafter Stoffeintrag

Zur Beobachtung der flächenhaften Stoffumsätze wird vom bayerischen Landesamt für Umwelt ein spezielles Messnetz betrieben, das den Wasser- und Stoffkreislauf in wenigen Intensivmessgebieten genau unter die Lupe nimmt.
Besonders beobachtet wird in diesem Messnetz das Sickerwasser, über das die belastenden Stoffe die Gewässer (Fliessgewässer, Seen, Grundwasser) erreichen können.