Datengrundlagen

Ein Strömungsmodell, das die Natur realitätsnah abbilden soll, benötigt Eingangsdaten aus unterschiedlichen Quellen:

Geländedaten

Um überflutete Bereiche in ihrer Geometrie detailliert abzubilden, werden v. a. für mehrdimensionale Modelle flächendeckende Digitale Geländemodelle (DGM) benötigt, aus denen für die Strömungsmodellierung ein Berechnungsnetz generiert wird. Das DGM wird entweder aus Luftbildaufnahmen oder mit Hilfe des modernen Laserscan-Verfahrens abgeleitet.

Im Bereich des Gewässers selbst werden Geländedaten durch Querprofilvermessung gewonnen.

Landnutzungsdaten

Je nach der Bedeckung der Geländeoberfläche mit Bewuchs bzw. mit Siedlungen und Straßen wird dem fließenden Wasser ein Widerstand entgegengesetzt. So werden für die Modellierung empirisch bestimmte Rauheitsbeiwerte aus der Landnutzung abgeleitet, die beispielsweise Waldflächen als besonders rau im Gegensatz zu Grünland oder insbesondere Asphaltflächen ausweisen. Die Landnutzungsdaten liegen flächendeckend für Bayern vor und werden von der Landesvermessungsverwaltung erhoben.

Bauwerke am Gewässer

Der Abflussprozess kann durch Bauwerke am Gewässer entscheidend beeinflusst werden. Deshalb ist es wichtig, dass in einem Modell verschiedene Bauwerke - unter Umständen auch mit besonderer Steuerung sowie mit oder ohne Einstau (Druckabfluss!) - abgebildet werden können. Unterschieden werden

  • Brückenöffnungen,
  • Durchströmte Bauwerke (Durchlässe),
  • Überströmte Bauwerke (Wehre, Überfälle, Sohlrampen).

Weiterführende Informationen

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