Schuttströme

Schuttströme, eine der häufigsten Arten von Massenbewegungen in den bayerischen Alpen, sind durch eine fließende Bewegung von Lockermassen gekennzeichnet. Die meist sehr feinkornreichen (tonig-schluffigen) Schuttmassen beginnen infolge einer Erhöhung des Wassergehaltes des Materials zu fließen.

Oft entwickeln sich Schuttströme aus kleineren Rutschungen. Die Schuttmassen folgen weitgehend Rinnen oder Furchen am Hang, so dass ein langgezogenes, schmales Band entsteht. Im Verhältnis zur geringen Breite weisen Schuttströme oft einen unerwartet großen Tiefgang auf.

Die Geschwindigkeit von Schuttströmen kann von nur wenigen Zentimetern pro Jahr bis zu Zehnermetern pro Tag reichen. Bei langsamer Bewegung werden z.T. auch Straßen und Wege hangabwärts verschoben, was oft nur an den Deformationen entlang der messerscharfen randlichen Scherflächen zu erkennen ist.