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Auswirkungen für den Bürger
Überschwemmungen haben heute oft dramatische Konsequenzen, denn in Häusern lagern immer mehr Werte. Wo früher im Keller Kartoffelsäcke und Gurkengläser standen, sind es heute hochempfindliche technische Geräte wie Waschmaschinen, Gefriertruhen oder Computer. Bauliche Schutzmaßnahmen und rechtzeitige Vorwarnung können Schäden bei Hochwasser vermeiden oder zumindest vermindern.
Das Wissen um Überschwemmungsgefährdete Gebiete ist ein wesentlicher Bestandteil der Flächenvorsorge, die der beste Schutz vor Hochwasser ist. Je nachdem, ob es sich um ein Überschwemmungsgebiet oder um Wassersensible Bereiche (Auen/Niedermoore) handelt, ergeben sich unterschiedliche Auswirkungen für Bürger.
Überschwemmungsgebiete
Status: Amtlich festgesetzt
Für amtlich festgesetzte Überschwemmungsgebiete bestehen Verbote oder Nutzungsbeschränkungen. Sie sind für jeden Eigentümer oder Besitzer eines Grundstücks verbindlich. Solche Gebiete sind von Bebauung freizuhalten.
Die Gemeinden haben unter anderem bei der Ausweisung von neuen Baugebieten und bei Anträgen auf Baugenehmigung hierauf Rücksicht zu nehmen.
Status: Nicht amtlich festgesetzt
Unabhängig vom Rechtsstatus ist auch in diesen Gebieten eine fachlich definierte Gefährdung gegeben. Deshalb sollten die für amtlich festgesetzte Überschwemmungsgebiete geltenden Verbote oder Nutzungsbeschränkungen auch hier beachtet werden. Andernfalls können Ansprüche auf Schadensersatz entstehen.

Gewässerverlauf

Gewässerverlauf bei Überschwemmung
Wassersensible Bereiche (Auen, Niedermoore)
In diesen Gebieten gibt es keine rechtlichen Vorgaben im Sinne des Hochwasserschutzes. Die Darstellung dieser Gebiete dient dazu, das Bewusstsein für die Gefahren durch Überschwemmungen und/oder zeitweilig hohe Grundwasserstände in diesen Gebieten zu schärfen.
In Wassersensiblen Bereichen (Auen/Niedermooren) sollte die Gefährdung durch Hochwasser oder Grundwasser beachtet werden, um Schäden zu vermeiden. Allgemein gilt: Nicht angepasste Nutzungen vergrößern das Schadensrisiko.
Die genaue Gefährdung dieser Gebiete lässt sich nicht aus den Karten ablesen. Sie muss im Einzelfall vor Ort ermittelt und gegebenenfalls bei Planungen, Genehmigungen und Entscheidungen über die weitere Nutzung dieser Gebiete berücksichtigt werden.

Hochwasser am Fluss

