Querbauwerke

In den Jahren 1996 bis 2009 wurden in Bayern erstmalig Querbauwerke systematisch erhoben und ihre Durchgängigkeit (Fischaufstieg) bewertet. Im Rahmen einer landesweiten Kartierung der Gewässerstruktur (geplant Herbst 2014 bis Ende 2016) soll diese Erfassung der Querbauwerke nun vervollständigt werden.

Zu den Querbauwerken werden mit Hilfe eines standardisierten Erhebungsbogens unter anderem der Bauwerkstyp (Wehr, Absturz etc.) und Objekteigenschaften wie Lage, Absturzhöhe etc. aufgenommen. Die Bewertung der flussaufwärtsgerichteten fischbiologischen Durchgängigkeit (Fischaufstieg) erfolgt in vier Stufen:

  • frei durchgängig
  • eingeschränkt durchgängig
  • mangelhaft durchgängig
  • nicht durchgängig

Die Anleitung und der Erhebungsbogen dieses Kartier- und Bewertungsverfahrens werden derzeit überarbeitet und einschließlich der neuen Eingabe-Software in einem Pilotgebiet getestet. Eine Veröffentlichung ist 2015 vorgesehen.

Insgesamt rund 30.000 Objekte sind in Bayern bereits kartiert – vor allem an Gewässern
I. und II. Ordnung bzw. an fischfaunistischen Vorranggewässern. Ab 2017 werden voraussichtlich die Querbauwerke an allen nach EG-Wasserrahmenrichtlinie berichtspflichtigen Fließgewässern erfasst und hinsichtlich ihrer flussaufwärtsgerichteten fischbiologischen Durchgängigkeit bewertet sein. Die Standorte der bisher erhobenen einzelnen Querbauwerke und ihre Bewertung sind als Geodatendienst veröffentlicht. Dienste zur Darstellung und zum Download von Geodaten können direkt in ein Geoinformationssystem eingebunden werden. Informationen zum Dienst erhalten Sie unter "Weiterführende Informationen".

Ein Fließgewässer fließt über einen Absturz Bild vergrössern Absturz an der Rezat (Landkreis Ansbach)