Konzepte und Studien zur Verbesserung der Durchgängigkeit an Fließgewässern

Die nachfolgend veröffentlichten Konzepte und Studien dienen alle dem Ziel, die Durchgängigkeit der Fließgewässer Bayerns systematisch wiederherzustellen bzw. nachhaltig zu verbessern.

(1) Priorisierungskonzept Fischbiologische Durchgängigkeit in Bayern

Erste Fassung vom März 2011 (Datenstand November 2010)
Herausgeber: Bayerisches Landesamt für Umwelt

Um eine transparente und auf nachvollziehbaren fachlichen Kriterien basierende Auswahl der Fließgewässerstrecken und Querbauwerke, an denen die Durchgängigkeit zeitlich vorrangig verbessert werden soll, treffen zu können, ist als erster Schritt beim strategischen Vorgehen ein Priorisierungskonzept aus ökologischer Sicht erstellt worden. Grundlage waren die zum Zeitpunkt der Aufstellung (November 2010) verfügbaren Daten.

Hinweise

  • Im Priorisierungskonzept werden die Gewässer und Querbauwerke werden hinsichtlich ihrer flussaufwärtsgerichteten Durchgängigkeit fischbiologisch bewertet und die zeitlichen und räumlichen Prioritäten für Maßnahmen zur Herstellung bzw. Verbesserung der Durchgängigkeit nach ökologischen Gesichtspunkten ermittelt.
  • Das Priorisierungskonzept liegt derzeit in einer ersten Fassung vor. Grundlage waren die zum Zeitpunkt der Aufstellung (November 2010) verfügbaren Daten. Eine Fortschreibung ist vorgesehen. Der während der Bearbeitungsphase in einigen Dokumenten verwendete Arbeitstitel "Strategisches Durchgängigkeitskonzept Bayern" steht synonym für das "Priorisierungskonzept Fischbiologische Durchgängigkeit in Bayern".
  • Die im Konzept in den Karten dargelegten Prioritäten von Querbauwerken und Fließgewässerstrecken sind ausschließlich nach ökologischen Gesichtspunkten ermittelt worden. Es werden keine Festlegungen über die endgültige Reihenfolge, die Machbarkeit und den Umfang einzelner Maßnahmen getroffen. Dazu werden in weiteren Schritten Prüfungen zur Realisierbarkeit, zu den technischen Lösungen sowie den rechtlichen und wirtschaftlichen Randbedingungen durchgeführt. Angaben hierzu enthalten bereits die zur Umsetzung aller hydromorphologischen Maßnahmen an einem Wasserkörper aufgestellten Umsetzungskonzepte, die mit den Beteiligten und der Öffentlichkeit erörtert und abgestimmt werden. Jedes Vorhaben wird unabhängig davon innerhalb des einschlägigen Verfahrens zur wasserrechtlichen Genehmigung behandelt.
  • Das Priorisierungskonzept behandelt im Gegensatz zu den nachfolgend an dieser Stelle veröffentlichten Studien und Konzepten alle gemäß den EG-WRRL-Vorgaben berichtspflichtigen Fließgewässer in Bayern.
  • Die nachfolgend aufgelisteten Konzepte berühren ganz oder teilweise auch die Bundeswasserstraßen. In einem gemeinsam von der Bundesanstalt für Gewässerkunde und dem Bayer. Landesamt für Umwelt herausgegebenen Papier werden die unterschiedlichen Betrachtungsweisen der Konzepte erläutert und eine gemeinsame Sicht zur fischfaunistischen Relevanz der einzelnen Bundeswasserstraßenabschnitte und zur Bedeutsamkeit von Durchgängigkeitsmaßnahmen an den einzelnen Staustufen dargelegt und begründet.
  • Die Bedeutsamkeit von Maßnahmen zur Herstellung / Verbesserung der flussaufwärts gerichteten Durchgängigkeit an Staustufen in den Bundeswasserstraßen in Bayern aus fischökologischer Sicht – Januar 2015 - PDF
  • Die von den Verbänden und Behörden vorgetragenen Hinweise zum Entwurf des Priorisierungskonzepts sind ausgewertet und soweit einschlägig im veröffentlichten Dokument berücksichtigt worden. Näheres siehe nachfolgendes PDF-Dokument.
  • Zusammenstellung von Stellungnahmen zum Entwurf des Priorisierungskonzeptes und zugehörigen Antworten (LfU) - PDF

(2) Priorisierungskonzept der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zur Herstellung der Durchgängigkeit an Staustufen von Bundeswasserstraßen

Verantwortlich: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

Hinweise

  • Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) bzw. die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes ist seit Inkrafttreten des neuen Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) am 01.03.2010 hoheitlich für die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Stauanlagen an den Bundeswasserstraßen verantwortlich.
  • Die Konzepte unterscheiden sich hinsichtlich des Betrachtungsraums, der Methodik und damit auch in den Ergebnissen teilweise vom Priorisierungskonzept nach (1).
  • Das Priorisierungskonzept wird im Zusammenhang mit der Aktualisierung der Bewirtschaftungsplanung für Gewässer zur 2. Bewirtschaftungsperiode aktualisiert.

(3) Studien zur biologischen Durchgängigkeit von bestimmten Querbauwerken bzw. Gewässerstrecken an Donau und deren Nebenflüssen

Herausgeber: E.ON Wasserkraft GmbH und Bayer. Elektrizitätswerke GmbH

Hinweise

  • Die Studien umfassen jeweils nur Teilbereiche der genannten Gewässer; sie beziehen sich ausschließlich auf Untersuchungen zu Staustufen im Zusammenhang mit Wasserkraftanlagen der oben genannten Unternehmen.
  • Mit Veröffentlichung der Studien sind keine bereits abgestimmten oder baureifen Maßnahmen verbunden. Für jeden Einzelfall wird das notwendige wasserrechtliche Verfahren durchgeführt.

(4) Durchgängigkeitsstudie schiffbarer bayerischer Main

Herausgeber: E.ON Wasserkraft GmbH, Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd und Bayer. Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.