Bau und Betrieb von Kleinkläranlagen

Auf Dauer betriebene Kleinkläranlagen müssen einen vergleichbaren Gewässerschutz wie öffentliche Kläranlagen sicherstellen. Dies bedeutet, dass solche Kleinkläranlagen grundsätzlich mit mechanisch-biologischen Behandlungsstufen ausgerüstet sein müssen. Dies gilt gleichermaßen für Neubauvorhaben und für bestehende Abwasseranlagen, die unter Umständen nachgerüstet werden müssen. Die in den letzten Jahren für diesen Einsatzbereich entwickelten Abwasserbehandlungsverfahren erfordern neben sorgfältiger Planung, Bemessung und Ausführung - insbesondere auch eine gewissenhafte Eigenkontrolle, regelmäßige Wartung sowie eine angemessene Überwachung von Kleinkläranlagen.

In der 7. Auflage der Broschüre "Abwasserentsorgung von Einzelanwesen" sind die sich aus den jüngsten gesetzlichen Vorgaben ergebenden Änderungen berücksichtigt. Bauherren, Planer, Kommunen, aber auch andere Behörden finden hier Antwort auf wesentliche Fragen bezüglich Konzeption, Planung, Genehmigung, Bau und Betrieb, sowie Überwachung von Kleinkläranlagen.

Für die Auswahl des Kläranlagensystems gibt es kein Patentrezept. Neben technischen Anlagen gibt es naturnahe Verfahren. Welches System zu bevorzugen ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Soll das Abwasser mit Hilfe einer Pflanzenkläranlage gereinigt werden, können die Informationen zu Planung, Bau und Betrieb in der Broschüre "Bepflanzte Bodenfilter zur Reinigung häuslichen Abwassers in Kleinkläranlagen" dienlich sein.