Abwasserentsorgung im Gebirge

Gewässerschutz im Gebirge

Alpenraum und die Mittelgebirge sind bevorzugtes Ziel für Freizeitgestaltung, Naherholung und Fremdenverkehr. Dies bedeutet eine hohe Belastung für diese sehr sensiblen Naturräume. Zum Schutz der meist unberührten Bäche müssen deshalb für Einzelobjekte, wie Schutzhütten und Berghäuser, wirksame Maßnahmen zur Abwasserentsorgung ergriffen werden.

Watzmannhaus, mechanische Reinigungsstufe mit Siebschnecke und Filtersack (Ing. Büro Steinbacher, Thalgau). Bild vergrößern Mechanische Reinigungsstufe im Watzmannhaus

Die Lösung des Abwasserproblems ist im Gebirge wegen der weitaus härteren klimatischen und geländebedingten Gegebenheiten und des extrem schwankenden Abwasseranfalls wesentlich schwieriger als in Tallagen. Der Lebensraum einschließlich seiner Gewässer ist dort sehr empfindlich und anfällig gegen Verunreinigungen. Besondere Probleme ergeben sich in verkarsteten Gebieten mit Grundwasserfließgeschwindigkeiten bis zu mehreren tausend Metern pro Tag.

Abwasser aus stark besuchten Bereichen wird mit moderner Kanalisationstechnik ins Tal abgeleitet und dort in leistungsfähigen Kläranlagen gereinigt. Dieser Lösung gebührt Priorität. Viele im Gebirge ausgeführte Projekte haben gezeigt, dass die Ableitung ins Tal nicht nur die technisch, hygienisch und wasserwirtschaftlich beste, sondern auf Dauer gesehen auch die wirtschaftlich günstigste Lösung ist.

Eine Lösung vor Ort erfordert Planer, die mit den besonderen Verhältnissen im Gebirge vertraut sind, und Betreiber, die bereit sind, die Verantwortung für Betrieb und Wartung der Anlage auch bei widrigen Verhältnissen zu übernehmen. Die bisher vorliegenden Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die meisten auf dem Markt befindlichen biologischen Reinigungssysteme mit Erfolg auch im Gebirge eingesetzt werden können.

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