Förderprogramm Energieanalysen – Eine Zwischenbilanz
Kläranlagen sind nicht vernachlässigbare Stromverbraucher und benötigen rund 0,7 % des deutschen Gesamtstrombedarfs. In der Regel sind sie der bedeutendste Stromverbraucher einer Kommune. Verschiedene Auswertungen und Veröffentlichungen zeigen, dass auf kommunalen Kläranlagen Potenziale zur Erhöhung der Stromproduktion und zur Verringerung des Stromverbrauchs vorhanden sind. (vgl. Abbildung 1)
Energieanalyse – Instrument zur Steigerung der Energieeffizienz
Um die vorhandenen Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zumindest teilweise zu aktivieren ist v.a. die Energieanalyse geeignet. Bei der Durchführung einer Energieanalyse wird die Energieeffizienz einer untersuchten Kläranlage von einem fachkundigen Ingenieur beurteilt. Dabei sind Abwassertechnik und Energietechnik gleichermaßen zu berücksichtigen. Die Analyse ermöglicht Aussagen zu konkreten Maßnahmen, erzielbaren Energieeinsparungen, notwendigen Investitionen sowie zur Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen.Förderprogramm Energieanalysen

Zwischenbilanz
Nach Auswertung eines Teils der durchgeführten Energieanalysen kann folgende Zwischenbilanz gezogen werden.- Die Resonanz des Förderprogramms hat gezeigt, dass für die Betreiber das Thema Energie auf Kläranlagen erhebliche Bedeutung besitzt. Rund ein Viertel aller 377 in Frage kommenden Kläranlagen größer 10.000 EW haben am Förderprogramm teilgenommen.
- Die bisherige Auswertung der Energieanalysen belegt, dass bei jeder kommunalen Kläranlage konkrete Energieeinsparpotenziale festzustellen waren.
- Bei Umsetzung aller identifizierten Maßnahmen, können Stromeinsparungen von etwa 25% und eine Steigerung der Stromproduktion aus Faulgas um etwa 23 % realisiert werden. Für den Strombezug ergibt sich daraus ein Rückgang um rund 50 % (vgl. Abbildung 2).
- Die Energieanalysen rechnen sich auch für den Betreiber in der Regel sehr schnell. Allein bei Umsetzung der kostengünstigen Sofortmaßnahmen amortisieren sich in der überwiegenden Zahl der Anlagen die Kosten für die Energieanalyse in ein bis zwei Jahren.

