Weiteres Vorgehen

  • Insgesamt ergeben die bisherigen Erkenntnisse aus der Modellierung und den Ergebnissen der bisher vom LfU durchgeführtem Messprogramme keine Notwendigkeit, Kläranlagen generell ab einer bestimmten Ausbaugröße landesweit mit einer "4. Reinigungsstufe" nachzurüsten. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass in begründeten Einzelfällen eine Nachrüstung erforderlich werden kann.
  • Der bayerische Weg bei den Mikroverunreinigungen – Schritt für Schritt - wird weiter beschritten. Aufbauend auf die Ergebnisse der Modellierung wird 2012 ein Messprogramm zur Überprüfung der im Modell prognostizierten Belastungsschwerpunkte durch das Landesamt für Umwelt und den Wasserwirtschaftsämtern durchgeführt.
  • Ergänzend hierzu sollen auch bestehende Kenntnisse zur 4. Reinigungsstufe zusammengetragen werden. Zu diesem Zweck hat das LfU eine Hochschule beauftragt einer Studie zur "Evaluierung bestehender Technologien zur Elimination anthropogener Spurenstoffe auf kommunalen Kläranlage" zu erstellen.
    Im Rahmen dieses Vorhabens sollen v.a. folgende Fragen beantwortet werden:
    • Welche Verfahren und Technologien stehen für eine großtechnische Elimination von anthropogenen Spurenstoffen grundsätzlich zur Verfügung?
    • Wie sind die Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit (Auswirkungen auf Abwassergebühr!) und Umweltverträglichkeit der Verfahren im Vergleich zu bewerten?
    • Wie sind die Verfahren unter bayerischen Verhältnissen zu bewerten und umzusetzen?