Projektergebnisse

Die Ergebnisse der Modellierung können für die modellierten Arzneimittelkonzentrationen (˜ PEC = Predicted Environmental Concentration) u.a. farblich codiert relativ zu vom LfU abgeleiteten Qualitätszielen QZ(LfU) (˜ PNEC = Predicted No Effect Concentration) in Bayernkarten (Abb. 1 und 2) oder als Häufigkeitsverteilungen (vgl. Abb.3 und 4) dargestellt werden.

Karte für das bayerischer Fließgewässernetz, auf der die modellierten Stoffkonzentrationen für den Stoff Carbamazepin farblich codiert zu einem ökotoxikologisch abgeleiteten Qualitätsziel dargestellt werden. Für den Stoff Carabamzepin wird das Qualitätsziel in Höhe von 500 ng/l flächendeckend, erheblich unterschritten Bild vergrössern Abb.2: Simulationsergebnisse für Carbamazepin relativ zum Qualitätsziel als Bayernkarte

Grafik mit zwei Summenlinien mit den modellierten Konzentrationen für den Stoff Carpamazepin für das Einzugsgebiets des Mains und dem Einzugsgebiet der Donau. Der Großteil der Werte bewegt sich im Bereich von 1 ng/l bis 100ng/l, wobei die Werte im Maineinzugsgebiet im Vergleich zum Donaueinzugsgebiet in Schnitt höher ausfallen. Das ökotoxikologisch abgeleitete Qualitätsziel in Höhe von 500 ng/l wird nicht überschritten Bild vergrössern Abb.4: Häufigkeitsverteilung der simulierten Konzentrationen von Carbamazepin im bayerischen Teil des Mains und der Donau

Insgesamt lässt sich festhalten, dass in Fließgewässerabschnitten mit hohem Abwasseranteil, für bestimmte Arzneimittel umweltrelevante Konzentrationen im Gewässer prognostiziert werden. Folgerichtig zeigt sich, dass die Konzentrationen im Maineinzugsgebiet aufgrund der dort eher abflussschwachen Gewässer im Vergleich zu den anderen Einzugsgebieten höher sind. Ein Schwerpunkt ist insbesondere die Regnitz nach den Einleitungen des Ballungsraums Nürnberg. Im Donaugebiet weist die Isar flussabwärts von München höhere Konzentrationen auf.

Das Modell prognostiziert weiterhin für bestimmte Substanzen Überschreitungen ökotoxikologisch abgeleiteter PNEC (Predicted No Effect Concentration) Werte, wie z.B. den für Diclofenac in Höhe von 0,1 µg/l (vgl. Abb. 1 und 2). Der Parameter Diclofenac wird aktuell mit demselben Anforderungswert auch in dem Richtlinienvorschlag zur Änderung der Liste der prioritären Stoffe aufgeführt. Andere Substanzen wie z.B. Carbamazepin unterschreiten die PNEC Werte dagegen weitestgehend.