Fünf wichtige Tipps

  1. Die Verwaltung einer jeden Behörde sollte Regelungen zur grundsätzlichen Berücksichtigung umweltfreundlicher Aspekte bei der Beschaffung festlegen.
  2. Die Vorbereitungsphase einer Vergabe ist ausschlaggebend, um Umweltaspekte rechtssicher und effizient in die Vergabe aufzunehmen. Dabei gilt es Ausschlusskriterien möglichst zu vermeiden und die Umweltanforderungen für Ausschreibung und Bewertung klar zu definieren.
  3. Die rechtzeitige Information des Marktes über geplante Auftragsvergaben ermöglicht es Anbietern, sich auf die geforderten Umwelt-Anforderungen vorzubereiten.
  4. Bei der Vergabe zu Gunsten des wirtschaftlichsten Angebotes sollten auch Umweltaspekte wie Lebenszykluskostenrechnungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus können gemeinsame Beschaffungsaufträge, Rahmenvereinbarungen oder Energieleistungsverträge dazu beitragen, die durch umweltorientierte Auftragsvergabe möglichen Kosteneinsparungen aufzuzeigen.
  5. Das Wissen um umweltrelevante Aspekte allein genügt nicht für funktionierenden Umweltschutz in Behörden. Vielmehr müssen alle Beteiligten die nötige Motivation entwickeln, um Hürden zu identifizieren und aus dem Weg zu schaffen. Erst unter diesen Voraussetzungen kann umweltbewusstes Verhalten gelingen.