Lärmbelastung

Die Anteile der von Lärm betroffenen Bevölkerung in den Ländern sind sehr unterschiedlich. Trendaussagen sind derzeit noch nicht möglich.

Grafik zum Anteil der von Lärm betroffenen Bevölkerung im Vergleich der Bundesländer Bild vergrössern Grafik zum Anteil der von Lärm betroffenen Menschen an der Gesamtbevölkerung in Prozent

Ziel

Empfehlung des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU): Die Gesamtlärmbelastung der Bevölkerung im Wohnbereich ist auf Vorsorgezielwerte für den Dauerschallpegel dauerhaft abzusenken. Kurzfristig auf Werte von tags 65 dB(A) und nachts 55 dB(A), langfristig sind tags 55 Dezibel – entsprechend einer Unterhaltung in Zimmerlautstärke – und nachts 45 Dezibel anzustreben.

Ohne dem Ohr zu schaden - Umgebungslärm beeinflusst unsere Gesundheit auch anders

Lärm ist die am häufigsten wahrgenommene Umweltbelastung. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung fühlt sich durch Lärm belästigt. Lärm verursacht Stressreaktionen, die mit einer Ausschüttung von Hormonen einhergehen. Übermäßiger und lang einwirkender Lärm kann daher den Blutdruck und das Risiko eines Herzinfarkts erhöhen, unabhängig davon, ob die Geräusche von den Betroffenen bewusst als störend wahrgenommen werden oder nicht. Starker nächtlicher Lärm verzögert das Einschlafen, mindert die Tief- und Traumschlafphasen, ohne dass man es merkt, weckt auf und verkürzt den Schlaf.

Die Erholsamkeit des Schlafes wird häufig bereits ab 25 bis 30 Dezibel als gestört empfunden. Ungestörter Schlaf ist deshalb heute vielfach nur bei geschlossenem Fenster möglich.

Der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen schlägt deshalb gemäß dem Vorsorgegedanken, Zielwerte für eine dauerhafte Absenkung des Dauerschallpegels vor (siehe Ziele).

Als Indikator wird der Anteil der vom Lärm Betroffenen verwendet, die in Ballungsräumen, in der Umgebung von Hauptverkehrswegen und Großflughäfen lebt. Ein großer Teil der Gesamtbevölkerung, der hohen Geräuschbelastungen ausgesetzt ist, wohnt in diesen Gebieten. Der Indikator wird entsprechend den Anforderungen der EG-Umgebungslärmrichtlinie (EG-ULR) ermittelt und fortlaufend beobachtet.

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