Flächenverbrauch

Der Trend für den Flächenverbrauch im Bewertungszeitraum ist indifferent. Die Werte für 2014 und 2015 können aufgrund methodischer Umstellungen nicht in die Trendanalyse einbezogen werden.

Entwicklung des Flächenverbrauchs für Siedlungen und Verkehr in Bayern seit 2001 Bild vergrössern Entwicklung des Flächenverbrauchs für Siedlungen und Verkehr in Bayern seit 2001

Ziel

Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie (2013): „Der Flächenverbrauch soll deutlich reduziert werden. Langfristig: Flächenkreislaufwirtschaft ohne weiteren Flächenneuverbrauch.“

Standortkonkurrenz und größere Wohnungen – der Flächenverbrauch hat vielfältige Ursachen

Ursache für die stetige Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsflächen ist die fortwährende Neuinanspruchnahme von Freiflächen für Wohnen, Infrastruktur, Handel und Gewerbe. Die Kommunen in Bayern haben hierzu im Jahr 2015 täglich 13,1 Hektar in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. Konjunktur, Standortkonkurrenz, die Nachfrage von Ortsrandlagen - unter anderem seitens Handel und Gewerbe - und auch der Wunsch nach mehr individueller Wohnfläche haben hierauf einen Einfluss.

In ländlichen Räumen, im Grenzland und in den überwiegend strukturschwachen Räumen ist der Flächenverbrauch deutlich höher als in den Verdichtungsräumen. Teilweise werden trotz Bevölkerungsrückgang zusätzliche Wohn- und Gewerbeflächen mit Straßen und Kanälen und anderen Infrastrukturen gebaut. Das wird künftige Unterhaltskosten weiter erhöhen. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Flächenverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen. Im Berechnungszeitraum (2011 bis 2014) wurden hier etwa 69 Hektar pro Tag überbaut.

Auch in Bayern soll der Flächenverbrauch deutlich reduziert werden. Die Staatsregierung setzt deshalb auf ein Bündel von Maßnahmen, um die Kommunen bei einem sparsameren Umgang mit der Ressource Boden zu unterstützen. Beispiele sind das „Bündnis zum Flächensparen“, die Flächenmanagement-Datenbank des Landesamts für Umwelt, die Broschüre „Kommunales Flächenmanagement“ und der Folgekosten-Schätzer.

Verwandte Indikatoren im Set: