Altlasten

Die Klärung des Altlastverdachts konnte in Bayern zwischen 2001 und 2016 um 6.444 auf 10.283 Flächen gesteigert werden. Der Zehn-Jahres-Trend ist signifikant steigend.

Grafik zur Anzahl der in Bayern geklärten Altlastverdachtsflächen Bild vergrössern Grafik zur Entwicklung der Anzahl an Flächen mit geklärtem Altlastverdacht seit 2001

Ziel

Bayerische Staatsregierung: Bis zum Jahr 2020 soll bei 12.000 Flächen der Altlastverdacht geklärt sein.

Altlastenerkundung als Grundlage für Sanierung und erfolgreiches Flächenrecycling.

Über 100 Jahre industrieller Entwicklung und die Beseitigung von Abfällen haben ihre Spuren hinterlassen. Umweltstandards für die Ablagerung von Abfällen, z.B. auf gemeindeeigenen Müllkippen und für Anlagen und Produktionsbetriebe, z.B. alte Industriebetriebe und Fabriken, waren früher niedriger oder fehlten ganz. Schadstoffeinträge in den Untergrund führten zu Belastungen von Boden und/oder Grundwasser, und damit zu Risiken für Ökosysteme und die menschliche Gesundheit.

In Bayern sind derzeit rund 16.740 Altlasten und Altlastverdachtsflächen registriert, davon etwa zwei Drittel Altablagerungen und ein Drittel Altstandorte.

Jeder Altlastverdacht muss aufgrund der möglichen Gefahren für Mensch und Umwelt überprüft werden. Darüber hinaus hemmt ein nicht geklärter Verdacht auch die Wiedernutzung ehemaliger Industrie- und Gewerbeflächen und damit die wirtschaftliche Entwicklung. Durch Flächenrecycling werden vorgenutzte Flächen wieder in den Wirtschafts- und Naturkreislauf eingegliedert und der Flächenverbrauch auf der "grünen Wiese" reduziert.