Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Ressourcenproduktivität

Wir nutzen unsere Ressourcen immer besser: Pro Ressourceneinheit erzielen wir mehr Wirtschaftsleistung. Wachstum und Ressourcenverbrauch sind also entkoppelt. Die Ent-kopplung ist für Wasser und Rohstoffe im Bewertungszeitraum besser als bei Energie und Fläche.

Grafik zur Zunahme der Ressorceneffizienz der Komponenten 'Rohstoffe', 'Fläche', 'Energie' und 'Wasser' Bild vergrössern Grafik zur Entwicklung der Ressourcenproduktivität in Bayern seit 1995

Ziel

  • Klimaprogramm Bayern 2020: Steigerung der Energieproduktivität um 30 Prozent (Bezug 2008)
  • Umweltpakt 2010: Verdoppelung der Rohstoffproduktivität bis 2020 (gegenüber 1994).

Begrenzte Vorräte und eingeschränkte Regenerationsfähigkeit

Die Wirtschaft hat einen hohen und weiter steigenden Verbrauch an Rohstoffen, Böden bzw. Flächen, Energie und Wasser. Diese Ressourcen sind endlich oder nur eingeschränkt regenerierbar. Obwohl sie noch nicht erschöpft sind, werden bei einigen Ressourcen Zugang und Aufbereitung schwieriger, kostenintensiver und können die Umwelt belasten. Um die Lebensgrundlagen zu erhalten, müssen wir effizienter wirtschaften und Wachstum vom Ressourceneinsatz unabhängiger machen.

Die Ressourcenproduktivität setzt die Wirtschaftsleistung zum Ressourcenverbrauch ins Verhältnis. Im Vergleich zu 1995 brauchen wir heute weniger Ressourcen, um eine Einheit Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erwirtschaften. Eine effizientere Nutzung ist zwar gut, für eine Gesamtbewertung müssen jedoch stets auch die absoluten Verbrauchswerte für Flächen, Energie, Rohstoffe und Wasser betrachtet werden. Und diese gehen noch immer nicht zurück.

Steigende Preise sind Anreize für Einsparungen und die effizientere Nutzung von Ressourcen. Beispielsweise liegen die Kosten für Rohstoffe heute im produzierenden Gewerbe bei durchschnittlich etwa 40 Prozent der Gesamtkosten. Der Lohnkostenanteil beträgt etwa 25 Prozent. Es gilt, Rohstoffe zukünftig mindestens so effizient einzusetzen wie Arbeitskraft. Die Arbeitsproduktivität hat sich seit 1960 um den Faktor 4 erhöht.