Stickstoffüberschuss

Im Bewertungszeitraum zeigt sich kein Trend. Der Stickstoffüberschuss auf landwirtschaftlichen Flächen in Bayern schwankt im Mittel der letzten zehn Jahre um 76 Kilogramm pro Hektar und Jahr.

Grafik zur Entwicklung des Stickstoffüberschusses der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Bayern seit 2003 Bild vergrössern Grafik zur Entwicklung des Stickstoffüberschusses der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Bayern seit 2003

Ein Überschuss an Stickstoff auf landwirtschaftlichen Flächen kostet nicht nur Geld sondern belastet auch die Umwelt

Ziele der landwirtschaftlichen Düngung sind eine ausreichende Versorgung der Nutzpflanzen mit Nährstoffen und die Herstellung gesunder pflanzlicher Produkte in ausreichender Menge. Eine nicht standort- bzw. bedarfsgerechte Düngung birgt das Risiko, dass Nährstoffe aus den landwirtschaftlichen Ökosystemen ausgetragen werden. Mit der bundesweiten Düngeverordnung sind die Landwirte dazu verpflichtet, eine betriebliche Nährstoffbilanzierung vorzunehmen und ihre Düngepraxis danach auszurichten.

Ein wichtiger Gradmesser für potenzielle Umweltbelastungen durch Stickstoff-Emissionen aus der Landwirtschaft ist der Überschuss der Stickstoff-Flächenbilanz. Stickstoff wird als Dünger eingebracht und kann - soweit er nicht von den Nutzpflanzen aufgenommen wird - auf verschiedenen Wegen (Volatilisation, Auswaschung, Erosion) in die Umwelt gelangen. Dort kann der zusätzliche Stickstoffeintrag weitreichende Auswirkungen auf den Naturhaushalt haben, u.a. Versauerung, Eutrophierung, Nitratbelastung des Grundwassers, Belastung der Oberflächengewässer und Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt.

Die Entwicklung der Stickstoffüberschüsse in Bayern ist jährlichen Schwankungen unterworfen. Bisher zeichnet sich kein Trend zu einer Verringerung der Überschüsse ab. Mit dem zunehmenden Anbau düngeintensiver „Energiepflanzen“ wie Mais kommt einer standortgerechten Düngepraxis eine erhöhte Bedeutung zu.

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