Arten der Roten Liste

Die "Rote Liste" der gefährdeten Arten wird immer länger, der Anteil der noch nicht gefährdeten Arten immer geringer.

Grafik zur Zunahme des Anteils der gefährdeten Rote Liste-Arten Bild vergrössern Grafik zur Entwicklung des Anteils der gefährdeten Rote Liste-Arten in Bayern seit 1970

Ziel

Bayerische Biodiversitätsstrategie: Bis 2020 soll die Gefährdungssituation von mehr als 50 Prozent der Rote-Liste-Arten verbessert werden.

Rote Liste wird immer länger, die Gefährdung bedrohter Arten nimmt zu

Während noch bis ins 19. Jahrhundert die gezielte Verfolgung und Ausrottung von "gefährlichen Nahrungskonkurrenten" als Ursache für die Bedrohung von Arten im Vordergrund stand, setzte mit Beginn des Industriezeitalters und der Intensivierung und Technisierung in der Landwirtschaft eine tiefgreifende Landschaftsveränderung ein.

Die aktuellen Roten Listen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sind Alarmsignale, die die kritische Situation verdeutlichen. Sie spiegeln deutlich die in den vergangenen Jahrzehnten überwiegend negative Entwicklung der Arten wider.

In Bayern konnte bis heute rund die Hälfte der etwa 35.000 heimischen Tiere nach ihrer Gefährdung beurteilt werden. 40 Prozent davon wurden als gefährdet eingestuft. Bei den Gefäßpflanzenarten gelten 53 Prozent der über 2.700 in Bayern vorkommenden und erfassten Arten als bedroht. Rund 1.000 der Tier- und Pflanzenarten gelten als ausgestorben oder verschollen.

Für Arten, für die es in Bayern Artenhilfsprogramme gibt, ist eine Verbesserung der Situation erkennbar. Allerdings beginnen bei manchen Arten andere Faktoren, wie z.B. Klimaveränderungen, diese Verbesserung zu überlagern.

Verwandte Indikatoren im Set: