Artenvielfalt und Landschaftsqualität

Die Bestandskennwerte indikatorisch bedeutsamer Vogelarten der Normallandschaft gingen seit Anfang der 1960er-Jahre bis 2001 auf etwa die Hälfte zurück. Bei den Zeigerarten der Agrarlandschaft hat er sich auf 62 Prozent des Zielwertes eingependelt, bei den Arten der Wälder auf rund 80 Prozent.

Grafik, die die Bestandsentwicklung ausgewählter Vogelarten zeigt Bild vergrössern Grafik zur Bestandsentwicklung ausgewählter Vogelarten in Bayern seit 1960 und aktueller Stand der Wald- und Offenlandarten

Ziel

Bayerische Biodiversitätsstrategie: Bis 2020 soll durch Vervollständigung des Biotopnetzes die biologische Vielfalt umfassend und dauerhaft erhalten werden. Schwerpunktmäßige Umsetzung von Artenhilfsprogrammen für Vogelarten mit nicht-günstigem Erhaltungszustand.

Biologische Vielfalt – Lebensräume, Arten und Lebensgemeinschaften sind gefährdet

Tiefgreifende Landschaftsveränderungen haben dazu geführt, dass die Flächenanteile naturschutzfachlich bedeutsamer Lebensräume und deren Qualität abgenommen haben. Damit verbunden ist auch die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und der Lebensgemeinschaften, die auf diese Lebensräume angewiesen sind, rückläufig.

Als Indikator wird die Bestandsentwicklung ausgewählter Vogelarten mit enger Bindung an die wichtigsten Lebensraumbereiche erfasst. Die Entwicklung verläuft in den Lebensraumgruppen zwar unterschiedlich, weist jedoch in Bayern wie in ganz Europa bis zur Jahrhundertwende einen signifikanten Rückgang insbesondere von Arten der Agrarlandschaft auf. Am stärksten betroffen sind Arten der landwirtschaftlichen Nutzflächen wie die Feld- und Wiesenbrüter. Ehemals weit verbreitete und häufige Bewohner der Feldflur, wie z. B. die Feldlerche, haben im Bestand abgenommen oder sind gebietsweise verschwunden.

Bei Bezug auf einen ökologisch begründeten Zielwert (für 2015 = 100 Prozent) hat sich der Indikatorwert der Offenlandarten nach einem rasanten Rückgang im letzten Drittel des 20sten Jahrhunderts mittlerweile auf einem niedrigen Niveau um 62 Prozent stabilisiert. Zeigerarten der Wälder oder Siedlungsbereiche waren von dieser Entwicklung nicht oder nur geringfügig betroffen.

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