Klimawandel und Vegetationsentwicklung

Apfelbäume blühen in Bayern immer früher. Im Mittel etwa 4 Tage alle 10 Jahre. Im Vergleichszeitraum von 1961–1990 war dieser Trend in Bayern und den meisten anderen Bundesländern dagegen sehr viel schwächer.

Beginn der Apfelblüte in Bayern seit 1986 Bild vergrössern Beginn der Apfelblüte in Bayern seit 1986

Ziel

Klimaschutzprogramm Bayern 2050: Um den Klimawandel möglichst beherrschbar zu halten, muss der globale Temperaturanstieg auf maximal 2 Grad Celsius begrenzt werden. Bayern stellt sich seiner Verantwortung für den Klimaschutz: bis 2050 soll in Bayern der Ausstoß aller Treibhausgase auf weniger als 2 Tonnen pro Kopf und Jahr gesenkt werden.

Das Klima der Erde gerät aus dem Takt

Natürlichen Klimawandel hat es in der Erdgeschichte immer gegeben. Seit Beginn des Industriezeitalters haben wir jedoch durch unser wirtschaftliches Handeln die Atmosphäre der Erde in kurzer Zeit grundlegender verändert, als dies alleine durch natürliche Prozesse hätte geschehen können.

Beobachtungen zur Phänologie stehen in enger Beziehung zu Witterung und Klima. Sie eignen sich daher gut für die Untersuchung des Klimawandels. Ein charakteristisches Indiz für die "Verfrühung des Frühlings" ist der Beginn der Apfelblüte, die in Bayern derzeit alle 10 Jahre um etwa 5 Tage früher einsetzt.

Bei einer Temperaturerhöhung von 1 Grad ist von einer Verschiebung der Vegetationszonen um etwa 200 bis 300 Kilometer in Richtung der Pole oder um 200 Höhenmeter auszugehen. Gravierende Änderungen in der Vegetation zeichnen sich bereits in den Alpen ab. Extrem spezialisierte Hochgebirgspflanzen der schnee- und eisreichen Gipfelzonen verlieren ihren Lebensraum. Sie werden von Pflanzen aus tiefer gelegenen Zonen verdrängt.

Aber auch ein weiterer Hinweis lässt den Klimawandel plausibel erscheinen: die Veränderung in der Dauer der Vegetationsperiode. Verglichen mit anderen Bundesländern fällt diese in Bayern derzeit mit einer Verlängerung von rund 3 Tagen alle 10 Jahre noch moderat aus.

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