Wechselwirkungen
Wie hängt alles mit allem zusammen? In welchen Wechselbeziehungen stehen Niederschläge, Stoffeinträge, Wetter- und Klimaeinflüsse, Wasserhaushalt, Boden und Luft?
Um dies zukünftig möglichst detailliert beschreiben zu können, erfassen wir in mehreren kleinen Wassereinzugsgebieten die Wasser- und Stoffflüsse. Damit sollen Antworten auf die grundlegende Frage gefunden werden,
- wie sich Einflüsse und Veränderungen, die durch den Menschen (zum Beispiel Land- und Forstwirtschaft) und die Natur selbst (zum Beispiel Sturmwurf, Borkenkäferbefall) verursacht sind, in den verschiedwenen Ökosystemen auswirken.
Untersuchungsmethoden
An sieben Intensiv -Messflächen erfassen wir den gesamten Wasser- und Stoffkreislauf und seine Belastungen (Messnetz Stoffeintrag Grundwasser).
Über Niederschlagssammler werden die Niederschlagsmengen und Stoffeinträge aus der Luft erfasst.
Sickerwasser wird über sogenannte Saugkerzen aus dem Boden entnommen und seine Inhaltsstoffe im Labor analysiert.
Art und Menge der Stoffe, die aus dem Wassereinzugsgebiet ausgetragen werden, werden über Messungen im Grundwasser, im Rohwasser lokaler Wasserversorgungen und im Fließgewässer bestimmt.
Beispiel: Schwefel
Die Grafik zeigt die Schwefelbilanz dreier bewaldeter Wassereinzugsgebiete. Werte größer Null bedeuten Schwefelanreicherung, Werte kleiner Null Schwefelaustrag. Die seit den 1980er-Jahren eingeführte Entschwefelung von Abgasen aus Kohlekraftwerken zeigt sich deutlich in den Schwefelbilanzen. Mittelfristig vermindert sich durch den geringeren Schwefeleintrag die Boden-Versauerung und damit die Freisetzung von schädlichen Stoffen (z.B. Schwermetalle).
