Wechselwirkungen

Wie hängt alles mit allem zusammen? In welchen Wechselbeziehungen stehen Niederschläge, Stoffeinträge, Wetter- und Klimaeinflüsse, Wasserhaushalt, Boden und Luft?

Um dies zukünftig möglichst detailliert beschreiben zu können, erfassen wir in mehreren kleinen Wassereinzugsgebieten die Wasser- und Stoffflüsse. Damit sollen Antworten auf die grundlegende Frage gefunden werden,

  • wie sich Einflüsse und Veränderungen, die durch den Menschen (zum Beispiel Land- und Forstwirtschaft) und die Natur selbst (zum Beispiel Sturmwurf, Borkenkäferbefall) verursacht sind, in den verschiedwenen Ökosystemen auswirken.

Untersuchungsmethoden

An sieben Intensiv -Messflächen erfassen wir den gesamten Wasser- und Stoffkreislauf und seine Belastungen (Messnetz Stoffeintrag Grundwasser).

Messfeld mit Saugkerzen Bild vergrössern Messfeld mit Saugkerzen

Über Niederschlagssammler werden die Niederschlagsmengen und Stoffeinträge aus der Luft erfasst.

Sickerwasser wird über sogenannte Saugkerzen aus dem Boden entnommen und seine Inhaltsstoffe im Labor analysiert.

Messfeld im Bayerischen Wald Bild vergrössern Messstelle im Bayerischen Wald

Art und Menge der Stoffe, die aus dem Wassereinzugsgebiet ausgetragen werden, werden über Messungen im Grundwasser, im Rohwasser lokaler Wasserversorgungen und im Fließgewässer bestimmt.

Beispiel: Schwefel

Grafik, die die Entwicklung der Schwefelbilanz in drei bewaldeten Wassereinzugsgebieten zeigt. Die Bilanzen schwanken in den einzelnen Gebieten stark, seit 1997 ist der Schwefelaustrag in allen Gebieten größer als der Schwefeleintrag. Der Austrag beträgt wenige Kilogramm pro Hektar bis über 20 Kilogramm Bild vergrössern Grafik zum Verlauf einer Schwefelbilanz

Die Grafik zeigt die Schwefelbilanz dreier bewaldeter Wassereinzugsgebiete. Werte größer Null bedeuten Schwefelanreicherung, Werte kleiner Null Schwefelaustrag. Die seit den 1980er-Jahren eingeführte Entschwefelung von Abgasen aus Kohlekraftwerken zeigt sich deutlich in den Schwefelbilanzen. Mittelfristig vermindert sich durch den geringeren Schwefeleintrag die Boden-Versauerung und damit die Freisetzung von schädlichen Stoffen (z.B. Schwermetalle).

Weiterführende Informationen

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